Der große Ratgeber für Aquarium Bodengrund [Übersicht, Aufbau, FAQ]

Ein Bodengrund im Aquarium ist die Basis für Pflanzen, Bakterien und ein natürliches Aussehen. Der Aquarium Bodengrund wird in folgende verschiedene Materialien unterteilt: Sand, Kies (feinen, mittleren, groben) Naturböden, Lavagestein sowie feinen und groben Soil. Jedes Material hat andere Eigenschaften und Verwendungszwecke.

Soil ist für das Aquascaping einer der beliebtesten und am häufigsten genutzte Bodengrund im Aquarium. Der Soil Bodengrund enthält viele wichtige Nährstoffe für Pflanzen und wirkt wie ein Langzeitdünger. Zusätzlich bietet dieser für die Wurzeln einen nährreichen Bodengrund im Aquarium, wodurch Wurzeln und Pflanzen prächtig wachsen.

Ein falscher Aufbau des Bodengrundes kann dem Aquarium und dessen Bewohnern schaden. Es könnte zu einer Bildung von Faulgasen kommen.

Aquarium Soil, Volcanic Mineral und Sand als Beispielhafte Aquarium Bodengrundarten
Drei häufig verwendete Aquarium Bodengrund-Materialien im Aquascaping. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Welche Eigenschaften die verschiedenen Materialien als Aquarium Bodengrund aufweisen und welcher Aufbau für Aquascaping am besten geeignet ist, erfährst du in diesem Ratgeber.


Was ist ein Aquarium Bodengrund?

Ein Bodengrund bildet im Aquarium die unterste Ebene und somit die Basis für Pflanzen, Bakterien und manche Fischarten. Zudem sorgt ein Bodengrund im Aquarium für ein natürliches Aussehen.

Aufgaben eines Aquarium Bodengrundes

Filterwirkung: Ein ordentlich aufgebauter Bodengrund im Aquarium unterstützt den eingebauten Filter und weist eine nicht unerhebliche Filterwirkung auf. Diese Filterwirkung des Bodengrundes im Aquarium wird durch Bakterien realisiert. Die Bakterien sind nützliche kleine Helfer im Kampf gegen Schadstoffe, die unser Wasser belasten.

Bakterien im Bodengrund des Aquariums: Die Bakterien gibt es zum einem im Filter. Dort fühlen sie sich besonders wohl, da die Bakterien die Schadstoffe als Nahrung nutzen. Zum Überleben benötigen diese zusätzlich Sauerstoff. Ein Filter bringt durch die Oberflächenbewegung Sauerstoff in das Aquarium. Der Sauerstoff wird vom Filter im gesamten Becken verteilt. Selbst im Bodengrund des Aquariums sollte eine Wasserbewegung vorhanden sein, da ansonsten die Wurzeln nicht genug Sauerstoff bekommen und anfangen zu faulen.

Falls im Aquarium eine Wasserbewegung vorhanden ist, durchströmt das sauerstoffreiche Wasser den Bodengrund. Dies bildet eine wichtige Grundlage für die Ansiedlung der Bakterien. In dem Bodengrund im Aquarium bilden sich nun Bakterien, die bei dem Schadstoffabbau helfen. Vorausgesetzt der Bodengrundaufbau im Aquarium wird so konzipiert, dass immer genügend Wasser am Bodengrund im Aquarium in Bewegung ist und die Bakterien Sauerstoff erhalten. Dadurch wird die Filterwirkung im Bodengrund des Aquariums gebildet.

Auch durch verschiedene Aquarium Bodengrundmaterialien lässt sich die Durchströmbarkeit sowie die effektive Oberfläche verbessern, doch dazu später mehr.

Versorgung von Pflanzen: Eine weitere wichtige Aufgabe, die im Aquascaping zum Tragen kommt, ist die Versorgung von Pflanzen mit Nährstoffen. Dafür eignet sich gut Soil als Bodengrund im Aquarium. Der Soil als Bodengrund ist oftmals so fein, dass Pflanzen in ihm guten Halt finden. Zudem sind im Bodengrund Soil viele wichtige Nährstoffe vorhanden, die die Pflanze über einen langen Zeitraum nach und nach aufnehmen können. Dadurch werden prächtige Pflanzen realisiert. Doch trotz alledem lässt Soil als Bodengrund noch genug Freiraum, damit sich eine Wasserbewegung im Aquarium Bodengrund bilden kann.

Welche Aquarium Bodengrundarten gibt es?

Es gibt zahlreiche Bodengrundsorten im Aquarium. Diese werden wir jedoch nur kurz anschneiden und die wichtigsten Fakten für dich darstellen. Alle Bodengrundarten weisen andere Korngrößen sowie Vor- und Nachteile auf.

Sand

Sand gehört zu der Gruppe der neutralen Aquarium Bodengründe. Ein neutraler Bodengrund im Aquarium beeinflusst nicht die Wasserwerte. Sand als Aquarium Bodengrund gibt es in verschiedenen Farben und wird oftmals in Hobby-Aquarien eingesetzt.

Fürs Aquascaping ist er nur bedingt geeignet. Es lassen sich gut Wege mit Sand in einem dunkleren Aquarium Bodengrund wie Soil zeichnen.

💡 Hinweis: Es muss eine klare Abgrenzung durch ganz dünnes Plexiglas oder anderen Hilfsmitteln gemacht werden, da sich der feine Aquariumsand ansonsten mit dem Soil Bodengrund vermischt.

Berge und Täler lassen sich im Aquarium mit Sand kaum bis gar nicht realisieren, da sich dieser nach einer bestimmten Zeit von selbst ebnet.

Pflanzen können im Aquarium mit feinem Sand, dessen Körnung meist unter 1 mm liegt, gut wachsen. Nur Pflanzen, die starke Wurzeln bilden, haben auch einen festen Halt im Aquarium Bodengrund.

Aquarium-Sand hat keine Nährstoffe für Pflanzen, weshalb du zwingend eine Düngung benötigen. Diese kann durch Flüssigdünger oder Düngertabletten gut realisiert werden.

💡 Tipp: Viele Auqariumbewohner fühlen sich im Sandboden besonders wohl. Gerade für Welse und andere grabende Bewohner gibt es kein besseren Bodengrund im Aquarium.

Kies

Das Aquarium Kies gehört zu der Gruppe der neutralen Bodengründe im Aquarium, da er die Wasserwerte nicht beeinflusst. Dieser unterteilt sich in feine, mittlere und grobe Körnergrößen. Der feine und mittlere Aquarium-Kies eignet sich für alle Pflanzen, da diese darin gut wurzeln können.

Doch einzig und allein der feine Kies eignet sich für grabende Aquarienbewohner. Welse können sich bei dem mittleren und groben Kies im Aquarium stark verletzen.

💡 Hinweis: Vor dem Kauf des Aquarium-Bodengrundes muss entschieden werden, welche Tiere darin leben sollen.

Der mittlere und grobe Aquarium-Kies kann gut durchströmt werden, weshalb sich Bakterien dort besonders wohlfühlen.

Ein Nachteil, der daraus entsteht, ist die aufwendigere Reinigung des Bodengrundes im Aquarium. Durch die gute Durchströmbarkeit gelangt der entstehende Schmutz wie Kot von Fischen leicht bis in tiefere Schichten. Dieser Schmutz muss von Zeit zu Zeit mit einem Bodenreiniger abgesaugt werden.

Lavagestein (Volcanic Mineral)

Das Lavagestein wird umgangssprachlich auch Volcanic Mineral genannt. Das Volcanic Mineral stellt die Grundlage für die meisten Auqascapes dar. Volcanic Mineral verzahnt sich ineinander, wodurch es eine feste Basis für Hardscapes ergibt.

Meist wird das Lavagestein als unterste Schicht verwendet, da das Wasser darin gut zirkuliert. Darüber wird oftmals Soil als Bodengrund im Aquarium, in grober Form und als Powder aufgebracht. Das hat den Vorteil, dass der Bodengrund gut durchströmt wird, die Wurzeln sich im Aquarium gut ausbreiten können und zeitgleich genügend Nährstoffe erhalten.

Ein weiterer riesiger Vorteil ist die Oberfläche. Diese ist sehr porös, weshalb sich dort Bakterien gut ansiedeln können. Das Volcanic Mineral hat von allen Bodengrundsorten die beste Filterwirkung.

Vorsicht: Für alle, die gründelnden und grabenden Fische einsetzen wollen, ist das Volcanic Mineral als Bodengrund im Aquarium ungeeignet. Die Tiere würden durch die scharfkantigen Steine verletzt werden.

Soil

Als Freund von stark bepflanzten Aquarien, als Aquascaper oder als Anhänger von schwierigen Unterwasserpflanzen kommt man an einem Bodengrund wie Soil nicht vorbei. Soil ist einer der beliebtesten Bodengrundarten im Aquarium und gehört zu der Kategorie aktiven Bodengründe.

Soil ist Englisch und bedeutet übersetzt „Erde“. Diese Übersetzung ist passend, da der Bodengrund Soil gebrannte Erdkügelchen sind. Diese Erdkügelchen gibt es unter der Bezeichnung „Aquarium Soil“ und „Aquarium Powder Soil“. Powder Soil erleichtert das Einpflanzen, da seine Körnung viel feiner als das klassische Bodengrund Soil ist.

Für Aquascaper ist Soil als Bodengrund wegen des hohen Nährstoffgehaltes interessant. Die Pflanzen können gut in dem lockeren Bodengrund Soil wurzeln. Das Wasser kann zirkulieren und wichtige Nährstoffe, die die Pflanzen benötigen, können über die Wurzeln aufgenommen werden.

kleine gebrannte Erdkügelchen oder auch Soil gennant
Soil ist gebrannte Erde. Links sind zerdrückte Kügelchen und rechts ist das frische Soil zu sehen. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Aufbau eines Aquarium Bodengrundes

Ein sinnvoller Aquarium Bodengrundaufbau ist wichtig und ist förderlich für das spätere Aquarium.

Gerade für Zuchtbecken oder Zuchtanlagen kann auf solch einen Aquarium Bodengrund verzichtet werden. Dies hat den Vorteil, dass die Reinigung des Bodengrunds im Aquarium entfällt und sich Keime schlechter bilden können.

Bei einem Aquascaping hingegen ist ein Bodengrund zwingend notwendig, da dort bereits eine Tiefenwirkung erzeugt werden kann. Aus diesem Grund werden wir den Aufbau für ein Aquascape erläutern.

💡 Hinweis: Ein Fisch- oder Zuchtbecken besitzt wieder ganz andere Anforderungen, weshalb dieser Aufbau nicht zwingend für jedes Aquarium geeignet ist.

Schritt 1

Ein sinnvoller Bodengrundaufbau im Aquascaping fängt meist mit einer oder mehreren Styroporplatten an. Diese sind zwar keine Pflicht, doch man spart sich dadurch etwas Bodengrund im Aquarium und kann zeitgleich schon Erhöhungen andeuten. Des Weiteren wird die untere Scheibe nicht zerkratzt und die scharfkantigen Steine drücken nicht direkt auf die Glasscheibe. Falls kein Styropor vorhanden ist, kann hier bereits eine dünne Schicht Soil als Bodengrund in das Becken eingebracht werden, dies hat denselben Effekt.

Eine Styroporplatte sorgt zusätzlich für mehr Halt, da sich die Steine in die Platte drücken können und sich darin verzahnen. Wenn sie hingegen direkt auf der Glasscheibe liegen und zusätzliches Gewicht vom Hardscape auf die unterste Schicht Aquarium Bodengrund drückt, kann es durchaus passieren, dass die unterste Schicht sich beiseite schiebt und damit Schaden am Glas oder Layout anrichtet.

Falls eine Styroporplatte als erste Schicht benutzt wird, sollte genug Gewicht darauf gebracht werden. Denn Styropor hat einen natürlichen Hang zum Auftrieb. Wenn genügend Bodengrund im Aquarium auf die Platte drückt und im Hardscape Steine eingesetzt werden, wird die Styroporplatte unten bleiben.

💡 Hinweis: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf die Styroporplatte flache, schwere Steine legen. Schieferplatten bieten sich da besonders gut an. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Styroporplatte aus optischen Gründen keine der sichtbaren Außenscheiben berührt.
Styroporplatte im Aquarium für unterste Schicht
Die Styroporplatte sollte nur die Rückwand berühren, damit sie später nicht mehr sichtbar ist. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Schritt 2

Als Nächstes wird poröses Untergrundmaterial wie Volcanic Mineral oder Substrate verwendet. Durch die grobe Körnung wird eine Verdichtung in den tieferen Schichten verhindert.

Der Vorteil dabei besteht darin, dass eine gute Durchströmbarkeit der untersten Schicht verbleibt. Dadurch können die Nährstoffe optimal verteilt werden und durch die poröse Beschaffenheit wird das Wachstum von Bakterienkulturen gefördert. Die Bakterien bauen Schadstoffe ab und es entsteht eine starke Filterwirkung im Aquarium Bodengrund. Mit dem porösen Material wird die spätere Landschaft schon stark angedeutet.

Schritt 3

Nachdem die Styroporplatten und ein poröser Bodengrund im Aquarium liegen, können optional Aquarium Bodengrundzusätze eingebracht werden. Diese sind oftmals in Pulverform und dienen als Langzeitdünger. Es können auch bakterielle Präparate verwendet werden, um das Wachstum nützlicher Bakterien zu beschleunigen.

Schritt 4

In dem letzten Schritt wird das Bodengrundmaterial Soil über das Volcanic Mineral gegeben. Je nach Becken kann entweder ein Powder Soil oder ein normaler Bodengrund Soil besser aussehen. Meist werden für kleinere beziehungsweise Nano-Becken Powder Soil verwendet. Diese hat eine kleinere Körnung, wodurch es stimmiger aussieht.

Andernfalls kann als Bodengrund erst eine Schicht Soil und danach eine Schicht Powder Soil verwendet werden. Dies hat den Vorteil, dass durch den feinen Powder Soil die Pflanzen unten bleiben und die Wurzeln sich im Aquarium Bodengrund ausbreiten können.

Zusammenfassung

Erster Schritt: Einsetzen von Styroporplatten.

Zweiter Schritt: Verwendung von Untergrundmaterial.

Dritter Schritt: Aquarium Bodengrundmaterial hinzufügen.

Vierter Schritt: Toping des Bodengrundes im Aquarium mit Soil.

Wenn der Bodengrund im Aquarium in dieser Reihenfolge aufgebaut wird, sollte nichts schief gehen. Es können sich durch diesen “luftig”, lockeren Aufbau keine Fäulnisherde bilden.

In der Regel wird im Aquarium Bodengrund im Vordergrund eine Höhe von 5 cm eingebracht. Durch starke Anstiege können es im Hintergrund auch 15 cm Bodengrundhöhe im Aquarium sein.

Vor dem Kauf sollte sich ein Layout überlegt werden, um die Mengen einkalkulieren zu können.

Anmerkung: Wenn ein Bodengrund sich zu stark verdichtet, kann es passieren, dass das Wasser im Bodengrund des Aquariums nicht mehr zirkulieren kann. Durch das stockende Wasser kann eine Fäulnisherde entstehen.

Diese Fäulnisherde wiederum lässt Fäulnisschlamm entstehen. Durch diesen Schlamm kann das sehr giftige Schwefelwasserstoff entstehen, was gefährlich für die Bodenbewohner ist. Dadurch kann es zu einem schnellen Massensterben kommen. Auch Pflanzen sterben innerhalb kürzester Zeit ab. Gerade bei feinem Aquarium-Sand kann dieses Problem auftreten.


Aquarium Bodengrund kaufen: Worauf gilt es zu achten?

Der Aufbau eines sinnvollen Bodengrundes speziell für das Aquascaping ist geklärt. Es gibt alledem einige Faktoren, auf die Vor- und nach dem Kauf von Aquarium Bodengrund geachtet werden sollte. Welche das sind, zeigen wir dir im folgenden Textabschnitt.

Layout

Bevor an den Kauf von Aquarium Bodengrund gedacht wird, sollte das spätere Layout klar sein.

  • Soll das Layout nach hinten ansteigend sein?
  • Nur zu einer Ecke ansteigen?
  • Berge und Täler einbauen?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für ein Aquascape Layout.

In den meisten Aquaristik-Läden und Zoofachgeschäften gibt es sogenannte Dojos. An diesen Dojos kann Hardscape sowie Sand als Bodengrund im Aquarium verwendet werden, um ein passendes Layout für sich zu finden.

Eine weitere Möglichkeit bietet das Internet. Im Internet gibt es einige Layouts. Pinterest bietet sich dafür sehr gut an. Doch dafür muss man viel Vorstellungskraft besitzen.

Idee für Layout mit ansteigenden Bodengrund nach hinten.
Eine Variante für das Layout mit ansteigenden Aquarium Bodengrund nach rechts und links hinten. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Auswahl

Wenn ein Bodengrund im Aquarium aufgebaut wird, sollten die untersten Schichten locker bleiben, damit das Wasser genügend Freiraum zum zirkulieren hat. Deshalb wird im Aquascaping gebrochenes Lavagestein benutzt.

Als Nährstoffschicht wird oftmals Soil als Bodengrund genommen. Diesen Soil gibt es in unterschiedlichen Körnungen, wobei für Nano-Becken der Powder Soil stimmiger aussieht. Für größere Becken eignet sich der normale Scapers Soil optisch am besten. Im Powder Soil lassen sich Pflanzen jedoch leichter einpflanzen.

Menge

Die benötigte Menge kann im Groben errechnet werden. Dafür benötigt man einzig und allein die Maße seines Beckens und die Vorstellung von dem späteren Layout. Jedoch unterscheiden sich die Rechnungen je nach Aquarium-Typ. Im Prinzip wird immer das Volumen berechnet was, der Bodengrund im Aquarium einnehmen soll.

💡 Hinweis: In der Regel sollte der Aquarium-Bodengrundaufbau nicht unter 4 cm betragen. Falls eine Steigung von vorne nach hinten geplant ist, sollte der mittlere Durchschnitt genommen werden.

Besatz und Bepflanzung

Wer später sein Becken mit Welsen oder anderen am Boden lebenden Aquarienbewohnern bestücken möchte, sollte bei der Aquarium Bodengrundauswahl besonders vorsichtig sein, denn spitze oder scharfkantige Steine können solche lebensbedrohlich verletzen. Auch bei der Wahl des Hardscapes spielt dies eine Rolle, denn am meisten bevorzugen Tiere die Wurzeln, Hölzer oder runde Steine.

Bei Pflanzen spielt der Bodengrund im Aquarium eine kleinere Rolle. Es gibt nährstoffzerrende und anspruchsvolle Pflanzen, die meist als „Advanced-Pflanzen“ betitelt werden. Zum anderen anspruchslose Pflanzen, die als „Easy-Pflanzen“ betitelt werden.

Bei den Advanced-Pflanzen sollte zu einem nährstoffreichen Bodengrund, wie Soil gegriffen werden. Bei den Easy-Pflanzen hingegen kann es gerade in der Einfahrphase mit Soil als Bodengrund im Aquarium zu vermehrten Algenwuchs kommen.

Was bei Sand und Kies beachtet werden sollte:
Falls Sand oder Kies verwendet wird, sollte dieser vor Einbringen in das Aquarium gewaschen werden. Selbst bei vorgewaschenem Sand beziehungsweise Kies ist es zu empfehlen, diesen nochmal zu waschen.

Bei Sand sollte besonders darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu hoch eingefüllt wird. Umso höher der Aufbau von Sand als Bodengrund im Aquarium ist, umso stärker verdichten sich die untersten Schichten mit Sand, weshalb dort das Wasser nicht mehr zirkulieren kann.

Verzichte deshalb auf zu feinen Sand im Aquarium.


Vor- und Nachteile im Überblick

Vor- und Nachteile von Aquarium Bodengrund auf einem Blick

Vorteile:

    • bessere Optik
    • besseres Pflanzenwachstum
    • Welse und Bodenbewohner fühlen sich wohler
    • zusätzliche Filterwirkung
    • manche Bodengrundarten wirken stabilisierend auf PH-Wert

Nachteile:

    • hoher Reinigungsaufwand
    • bei großen Aquarien teuer in der Anschaffung

Fazit

Fazit zum Bodengrund: Ein muss in jedem Aquarium

Auf einen Bodengrund im Aquarium sollte nicht verzichtet werden. Durch die zahlreichen positiven Eigenschaften macht dieser sich unersetzlich für ein funktionierendes Aquarium.

Der Bodengrund im Aquarium wirkt auf den PH- und Wasserwert stabilisierend, fungiert als Filter, sieht optisch gut aus und Aquarienbewohner fühlen sich wohl.

Ohne ein Bodengrund sieht das Aquarium leer und trostlos aus. Wer jedoch ein Zuchtbecken betreibt, sollte die Hände vom Bodengrund lassen.

Alles in allem ist der Bodengrund im Aquarium optimal geeignet, und wenn auf den richtigen Aufbau geachtet wird, danken es einem die Pflanzen mit kräftigen Farben und schnellen Wachstum.

💡 Tipp: Ein kleines Aquarium kann mit ein paar kleinen Tricks wie einem leichten Anstieg nach hinten eine Tiefenwirkung erzielen und so das Becken größer erscheinen lassen, als es eigentlich ist.

Es sollte sich jedoch vor dem Kauf des Aquarium-Bodengrundes Gedanken über den späteren Besatz gemacht werden, da gerade Welse sehr empfindlich gegenüber spitzen oder scharfkantigen Bodengrund im Aquarium sind.


Unser Aquarium Bodengrund FAQ

Abrunden möchten wir diesen Ratgeber mit den beliebtesten Fragen zum Bodengrund:

Wie Bodengrund im Aquarium reinigen?

Der Aquarium Bodengrund kann mit einer Mulmglocke behutsam abgesaugt werden.

Dabei sollte genügend Abstand zu den Wasserpflanzen gehalten werden, um sie nicht aus dem Boden zu lösen.

Falls der Bodengrund im Aquarium stark mit Bodendecker bepflanzt wurde, reicht es aus diesen beim Wasserwechsel leicht mit dem Schlauch abzusaugen.

Wie hoch Bodengrund im Aquarium?

Der Aquarium Bodengrundaufbau sollte mindestens eine Höhe von 3-5 cm betragen.

Die meisten Pflanzen können sich jedoch erst ab einer Bodengrundhöhe von 6-8 cm richtig entfalten.

Deshalb gilt: Alles ab 5 cm ist völlig in Ordnung. So höher der Bodengrundaufbau im Aquarium ist, desto besser ist auch die Filterwirkung.

Sascha & Phil