Barschpflanzen: Was Du wissen solltest!

Zu einem schönen Aquarium gehören ein paar gepflegte Wasserpflanzen. Leider fressen oder zerlegen einige Aquarientiere die Pflanzen, aber nicht alle. Genau diese Ausnahmen werden als „Barschpflanzen“ umschrieben. Dieses hat den Grund, dass typische Buntbarsche, auch Cichliden genannt, sämtliche Wasserpflanzen abfressen. Während der Mensch in der Aquaristik Pflanzenarten nach Lust und Laune einsetzt, können sich in Gewässern mit vielen Cichliden nur schnell wachsende oder besonders robuste Pflanzen durchsetzen. Letztere sind dann wieder für die Aquaristik interessant.

Barschpflanzen in einem Aquarium für Welse
In diesem Aquarium sind auf Grunde der fehlenden Welse keinerlei Barschpflanzen. Dennoch würden sich die Welse durch das Wurzelholz, ebenfalls sehr wohlfühlen und gehört unserer Meinung nach zu einem absoluten Must-have für alle Besitzer von Welsen. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de


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Was sind Barschpflanzen?

Barschpflanzen stellen Wasserpflanzen dar, welche die Aquarientiere nicht zerlegen, wenn sie im Bodengrund wühlen oder Steine drehen.

3 Töpfe Anubias Nana/Zwergspeerblatt - barschfeste Wasserpflanzen
  • 3 Töpfe Anubias nana - eine kleinbleibende attraktive Pflanze die in keinem Becken fehlen sollte.
  • Sie gedeiht unter allen Bedingungen und kommt aufgebunden auf einem Stein oder einer Wurzel sehr gut zur Geltung.
  • Sie wird während sie anwächst einfach mit einem Gummifaden fixiert.
  • Sie blüht sehr häufig unter Wasser und wird wegen ihrer Bitterstoffe nicht von Barschen oder anderen pflanzenfressenden Fischen gefressen.
  • Gummifaden zum Aufbinden von Pflanzen / Driftwood String“ oder Pflanzen-Schnellkleber verwenden.

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Techniken der Barschpflanzen

Im beengten Aquarium sind bereits wenige Cichliden zu viel, als dass schnellwüchsige Pflanzen nachkommen. Viele Arten graben diese sogar aus. Die Kunst der Barschpflanzen besteht also darin, nicht gefressen zu werden. Verschiedene Strategien bewähren sich.

  • besonders harte, dicke, zähe oder dornige Blätter
  • starke Bitterstoffe
  • Giftstoffe machen die Pflanze ungenießbar

Viele Barschpflanzen kombinieren direkt mehrere dieser Eigenschaften.

Strategien gegen das Ausgraben

  • stark verankerndes Wurzelwerk
  • Haftwurzeln der Aufsitzerpflanzen
  • Schwimmpflanzen

Einige Pflanzen werden vielleicht nicht gefressen, aber ausgegraben. Neigen die Buntbarsche, Krebse oder anderen Aquarientiere zum Graben, wären diese also dennoch zu meiden.

Barschpflanzen eignen sich z.B. für:

  • Cichliden
  • Regenbogenfische
  • Flusskrebse

Wassertiere, die bei knapper Fütterung an Pflanzen gehen:

  • einige Zahnkarpfen, vor allem Platys und Mollies
  • einige Saugwelse, z.B. Ancistrus sp.
  • einige Salmler
  • einige Apfelschnecken, z.B. Pomacea canaliculata, Pomacea bridgesii, Asolene spixi oder Exemplare der Gattung Marisa

Innerhalb einer Gattung gibt es sehr große Unterschiede. Einzelne Arten bevorzugen ihr Futter, andere fressen systematisch die ganzen Pflanzen auf. Die nächsten beißen junge Triebe oder zarte Blätter raus. Viele Zierfische oder Wirbellose gehen auch dann an Pflanzen, wenn ihre pflanzliche Kost zu knapp ist.

Dann gibt es Restevertilger, die nicht an wachsende Pflanzen gehen. Viele Wasserschnecken und auch einige Zierfische gehören dazu. Häufiger tauchen Fragen auf, weswegen sie dennoch einige intakte Pflanzen fressen. Bevor es mit dem Auge zu sehen ist, kündigen die Pflanzenteile bereits das Absterben an. Oder die Wasserpflanzen leiden an einem Mangel und sind geschwächt. Die optisch intakten Pflanzenteile werden also bereits abgefressen, während vitale Triebe verschont bleiben.

Beispiele für Barschpflanzen

    • sämtliche Anubias-Arten, bekannt als Speerblätter – harte lederige Blätter, die Haftranker werden aufgebunden und gedeihen bereits mit wenig Licht oder Dünger
    • Bolbitis heudelotii, bekannt als Kongofarn – benötigt warmes Wasser mit etwas Strömung, Rhizome werden aufgebunden
    • Crinum-Arten, bekannt als Hakenlilien – sehr feste und lederige Blätter, werden mit der Zwiebel zu 2/3 in den Boden versenkt
    • Microsorum pteropus, bekannt als Javafarn – die Haftranker werden aufgebunden, frische Pflanzenteile werden angefressen
    • Vallisneria-Arten – werden in den Boden gesetzt, müssen gut verankern
    • das Cichlidenkraut Justicia gendarussa – wird in den Boden gepflanzt, braucht warmes Wasser, gedeiht bis über die Wasserlinie hinaus

Frisches Grünfutter für Pflanzenfresser

Verschiedene Cichliden oder andere Zierfische und Apfelschnecken wie die Pomacea canaliculata fressen selbst einige dieser Barschpflanzen. Deswegen werden besonders gefräßige Buntbarsche in einem pflanzenlosen Aquarium mit Steinaufbauten gehalten. Gerade die leuchtenden Malawi-Cichliden kommen auf diesen Erdfarben zur Geltung und erfreuen sich dennoch einer großen Beliebtheit. Das Fertigfutter wird mit geeigneten Frischpflanzen ergänzt, schon ist die Ernährung wieder ausgewogen.

Auch andere Pflanzenfresser profitieren durch frische und leicht verdauliche Wasserpflanzen. Bei ausgewogener Fütterung fressen sie nicht einmal große Mengen. Solange der Hunger auf wachsende Pflanzen nicht zu hoch ist, können verschieden Arten der Wasserlinsen als Grünfutter dienen. Werden es zu viele, werden sie weg-gekeschert. Sind es zu wenige, wird in einem zweiten Aquarium eine Kultur angelegt. Auch andere Schwimmpflanzen wie Froschbiss eignen sich als Grünfutter.

Barschpflanzen mit Strategie pflanzen

Wie bereits bemerkt gibt es besonders hartnäckige Pflanzenfresser, die selbst einige der Barschpflanzen nicht verschonen. Dann gibt es grabende Fische oder Krebse. Sind Pflanzen wie Stängelpflanzen nicht richtig verwurzelt, haben sie keine Chance und werden ausgegraben. Auch die Wasserwerte oder Lichtverhältnisse wirken sich sehr stark darauf aus, ob eine Pflanze gedeiht oder eingeht.

Das einfachste ist, verschiedene Barschpflanzen zu kaufen und diese zuerst kennenzulernen. Wer die Tricks kennt oder weiß, welche Arten durchkommen, kann nachkaufen. Außerdem ist es interessant, mit verschiedenen Pflanzenarten Erfahrungen zu sammeln. Wichtig bleibt, jede Pflanze mit der richtigen Strategie zu pflanzen. Demnach haben einige Wasserpflanzen Rhizome, die nur zum Teil oder gar nicht vom Boden überdeckt sein dürfen. Dann gibt es Stängelpflanzen, bei denen die unteren Seitentriebe vor dem Einsetzen zu entfernen sind, damit diese nicht im Boden faulen.

Haftranker selber vorziehen

Verschiedene Pflanzen, die mit ihren Haftranken oder Rhizomen aufgebunden werden und anschließend verankern, gibt es im Handel bereits auf Wurzeln. Gerade Javafarn wird auf unterschiedlichsten Wurzeln angeboten. Genau wie auch der Händler kann jeder in einem Zweitbecken einige Wurzeln oder Steine begrünen und nach einigen Wochen umsetzen. Hier können auch Algensteine reifen oder Schwimmpflanzen gedeihen.

Es ist zumindest ein Vorteil, wenn verankernde Pflanzen bereits vor dem Einsetzen in das eigentliche Aquarium anhaften und dann sehr sicher weiterwachsen.


Fazit: Barschpflanzen

Fazit: Im Wettkampf gegen Pflanzenfraß

Sind Zierfische, Krebse oder Schnecken hartnäckige Pflanzenfresser, entwickelt sich ein Wettstreit. Halten die Wasserpflanzen durch oder müssen wieder neue eingesetzt werden? Haben diese mit anderen Techniken bessere Chancen? Aquaristik ist als eine bleibende Herausforderung zu betrachten, Barschpflanzen sind ein interessantes Element.

15 barschfeste Pflanzen + Dünger + Aufbereiter, Aquariumpflanzen, Wasserpflanzen
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Autor: Sascha & Phil

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