Blaualgen: Ursachen und Lösungen

Die Aquaristik ist ein wundervolles Hobby. Es schenkt dir Kraft für einen neuen Tag und beruhigt dich in stressigen Zeiten. Aus diesem Grund ist es besonders ärgerlich, wenn urplötzlich dein Becken aus dem Gleichgewicht gerät und Algen sich unaufhaltbar vermehren. Neben den bekannten Fadenalgen, Pinselalgen oder Grünalgen, treten jedoch auch häufig Cyanobakterien oder auch Blaualgen genannt auf und vermehren sich unaufhaltsam.

Die Blaualgen haben sich bereits stark im Bodengrund vermehrt.
In unserem Aquarium herrscht eine starke Blaualgenplage im Bodengrund. Der Soil ist kaum noch zu sehen, da die Cyanobakterien die Oberhand gewinnen. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Blaualgen sind für viele Aquarianer ein absoluter Alptraum, denn es ist gar nicht so leicht diese wieder loszuwerden. Es gibt mehr als 2000 verschiedene Cyanobakterien Arten. Dadurch lässt sich nur schwer bestimmen mit welcher Art genau, du es zu tun hast und vor allem wie du jetzt am besten vorgehen solltest. Dennoch haben sich im Laufe der Jahre viele nützliche Tricks und mögliche Ursachen für Blaualgen ergeben.

Diese Tricks und Tipps zur Bekämpfung sowie die möglichen Ursachen möchten wir dir natürlich nicht vorenthalten. Dadurch wirst du selbst in der Lage sein, die lästigen Cyanobakterien zu bekämpfen und musst dich nicht länger vor ihnen fürchten.


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Was sind Blaualgen?

Blaualgen sind hingegen der Erwartung vieler Leute gar keine Algenart. Vielmehr handelt es sich bei Blaualgen in Wahrheit, um einen Bakterienrasen. Dieser Bakterienrasen besteht aus vielen einzelnen Bakterien, und zwar den sogenannten Cyanobakterien. Das bedeutet, Blaualgen sind in Wahrheit ein Bakterienrasen und keine Algenart. Dennoch vollführen ein Großteil der Cyanobakterien Arten genauso wie Pflanzen eine Photosynthese. Genau an diesem Punkt setzen viele Bekämpfungsmaßnahmen gegen Cyanobakterien an.

💡 Anmerkung: Nicht alle Cyanobakterien führen zum Vermehren und Überleben, eine Photosynthese durch. Deshalb kann man auch nicht pauschal sagen, dass es ausreicht den Cyanobakterien das Licht zu entziehen, damit sie absterben.

Blaualgen erkennen

Häufig treten Cyanobakterien erst an vereinzelten Stellen zwischen der Aquarium Scheibe und dem Bodengrund auf. Anschließend vermehren sie sich weiter und legen sich wie eine Folie oder eine zweite Schicht, nach und nach über den gesamten Bodengrund. Auch vor Pflanzen wie Bodendecker oder Stängelpflanzen macht der Bakterienrasen keinen Halt und überdeckt früher oder später dein gesamtes Aquarium.

Solltest du dir nicht sicher sein, ob es sich wirklich um Cyanobakterien handelt, dann entnehme aus deinem Becken eine kleine Probe mit deinem Finger oder einer Aquarium Pinzette. An dieser Probe kannst du nun vorsichtig riechen. Stellst du einen beißenden oder stechenden Geruch fest, so handelt es sich um die Cyanobakterien. Sollte der Blaualgenbefall sich bereits stark verbreitet haben, so wird selbst dein Aquarium Wasser einen beißenden und unangenehmen Geruch abgeben, wodurch du dir auch ohne eine Probe sicher sein kannst, dass es sich um Cyanobakterien handelt.


Aus diesem Grund werden Blaualgen so gefürchtet

Blaualgen werden von vielen Aquarianern gefürchtet und das auch zurecht. Leider fürchten sich viele Leute jedoch nur vor der Hartnäckigkeit der Bakterien und nicht vor den möglichen Auswirkungen auf deine Tiere oder Pflanzen. Dabei sind die Auswirkungen auf deine Aquarienbewohner viel stärker als die meisten vielleicht denken. Aus diesem Grund, möchten wir dir die Auswirkung von Cyanobakterien auf deine Aquarienbewohner aufzeigen und dir verraten, weshalb diese wirklich zum fürchten sind.

Hartnäckigkeit

Grundsätzlich sind Cyanobakterien so sehr in der Aquaristik gefürchtet, weil man sie nur sehr schwer wieder losbekommt. Sie sind in ihrer Lebensweise und in der Vermehrung extrem effizient. Sogar die Photosynthese der Cyanobakterien ist effizienter als die von Pflanzen.

Den Bakterien reicht ein grünes Lichtspektrum von ungefähr 500-600 nm. Dieser Lichtbereich stellt bei den Pflanzen die sogenannte Grünlücke dar. Die Grünlücke ist ein Lichtwellen Bereich den die Pflanzen für ihre Photosynthese nicht benötigen. Die Cyanobakterien nutzen genau diesen Lichtwellen Bereich aus und betreiben mit dem nicht benötigten Licht ihre Photosynthese.

Toxine

Neben der Hartnäckigkeit werden auch die entstehenden Toxine gefürchtet, die viele Cyanobakterien produzieren. Ganz wichtig hierbei ist, dass nicht alle Cyanobakterien dieselbe Art von Gift herstellen. Einige Arten produzieren das stärkste, natürlich vorkommende Gift, welches sogar für den Menschen zu einer Gefahr werden kann. Aus diesem Grund gibt es auch bei einigen Badeteichen in Deutschland, nach dem Ausbruch einer Blaualgenplage ein striktes Badeverbot.

Sauerstoffverbrauch

Neben der offensichtlichen Gefahr durch die Toxine, können deine Aquarienbewohner auch durch einen starken Sauerstoffmangel gefährdet werden. Cyanobakterien, die eine Photosynthese betreiben, verbrauchen natürlich auch Sauerstoff in deinem Becken. Kommt es nun zu einem großen vorkommen an Cyanobakterien oder weißt dein Becken einen hohen Sauerstoff Verbrauch durch viele Tiere auf, so kann ein Sauerstoffmangel definitiv zur Realität werden. Du kannst deine Tiere mit häufigen Wasserwechsel oder einer kleinen Sauerstoffpumpe vor dem tragischen Schicksal schützen, dennoch solltest du die Cyanobakterien so schnell wie möglich bekämpfen.


Ursachen für Blaualgen

Eine genaue Ursache für eine Blaualgenplage zu bestimmen ist nahezu unmöglich. Die Bakterien weisen eine sehr effiziente Lebensweise auf und werden anfangs gar nicht so schnell bemerkt. Meist bemerken wir Cyanobakterien erst, wenn es bereits zu spät ist und sie nur noch schwer loszubekommen sind. Dennoch gibt es einige Ursachen, die das Wachstum von Cyanobakterien fördern und häufig sogar für die Entstehung verantwortlich sind.

Da jedoch mehrere Ursachen der Grund für eine Blaualgenplage sein können und diese sogar teilweise erst in Kombination dazu führen, ist deine Mitarbeit gefragt. Wir werden dir nachfolgend die häufigsten Ursachen für den Befall von Cyanobakterien aufzeigen und dir passende Lösungsvorschläge präsentieren. Sollte dir auffallen, dass in den letzten 4 Wochen eine oder mehrere Ursachen voll und ganz auf dein Aquarium zugetroffen haben, so ist die Chance hoch, dass sich daraufhin Cyanobakterien bei dir gebildet haben.

Dennoch ist es keine Garantie dafür, dass die nachfolgenden Ursachen entweder bei dir aufgetreten sind oder unsere Lösungen zu einem Erfolg führen. Die Vielfalt an Cyanobakterien ist einfach zu groß, weshalb wir dir keine falschen Versprechungen machen wollen. Trotz alledem solltest du unsere Lösungsvorschläge ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln.

Mangelnde Strömung

Ursache

Einer der Gründe, weshalb dich Cyanobakterien in den Wahnsinn treiben können, ist eine mangelnde Strömung. Diese wird durch einen schlechten Bodengrundaufbau, in Kombination mit einer schwachen Filterleistung verursacht. An dem Bodengrund lässt sich im Nachhinein nur wenig ändern. Die Strömung kannst du jedoch beeinflussen, indem du deinen Filterauslauf entweder anders positionierst, zu einem stärkeren Filter greifst oder eine Strömungspumpe einsetzt.

💡 Anmerkung: Cyanobakterien treten häufig als erstes zwischen der Aquarium Scheibe und dem Bodengrund auf, da an dieser Stelle meist die schwächste Strömung herrscht. Außerdem erhalten die Cyanobakterien an diesen Stellen jede Menge Licht von außerhalb und können sich prächtig vermehren.

Lösung

Eine zu schwache Strömung in deinem Becken kann durch viele Faktoren entstehen. Gerade ein hoher oder komplexer Hardscape Aufbau, lässt in deinem Becken viele strömungsarme Gebiete entstehen. Diese strömungsarmen Zonen haben gleich mehrere Nachteile weshalb du solche Bereiche, wenn möglich vermeiden solltest. Natürlich musst du nicht überall in deinem Aquarium eine starke Strömung erzeugen, um Blaualgen zu verhindern, jedoch solltest du vermeiden, dass das Wasser nahezu stehen bleibt. Um dir bei diesem Vorhaben zu helfen, gibt es gleich mehrere Lösungsansätze.

Du kannst den Filterauslauf neu positionieren oder ausrichten um strömungsarme Zonen zu vermeiden. Des Weiteren kann der Einsatz einer Strömungspumpe äußerst sinnvoll sein, wenn du ein langes Aquarium über 1 Meter breite oder einen sehr komplexen bzw. hohen Hardscape Aufbau besitzt. In der Meerwasseraquaristik sind Strömungspumpen im Übrigen auf Grunde der Riffaufbauten ganz normal und sogar lebensnotwendig für Korallen.

Neben einer Strömungspumpe, die natürlich in deinem Becken angebracht werden muss, kannst du auch zu einem stärkeren Filter greifen oder einen zweiten Filter einsetzen. Dass ein zweiter Filter in der Aquaristik zum Einsatz kommt, ist mittlerweile nichts außergewöhnliches mehr. Viele Aquarien über 1 Meter Länge, weisen eine zu schwache Strömung mit einem einzelnen Filter auf. Deshalb kommt eine Strömungspumpe oder häufig der zweite Filter zum Einsatz. Dadurch profitierst du gleich doppelt von den zahlreichen Vorteilen eines Aquarium Filters.

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Phosphat Überschuss

Ursache

Neben einer mangelnden Strömung breiten sich Cyanobakterien laut Aussagen vieler Aquarianer vor allem durch einen Phosphat Überschuss sehr gerne aus und es werden dadurch perfekte Bedingungen für die Bakterien geschaffen. Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit, da es mehr benötigt als ein Phosphat Überschuss. Neben einem zu hohen Phosphat Wert, muss dein Becken ebenfalls an einem starken Nitrat Mangel leiden. Das bedeutet, erst wenn deine Nährstoffe aus dem Gleichgewicht geraten, läufst du wirklich Gefahr, Blaualgen in dein Aquarium zu bekommen.

Ein Phosphat Überschuss kann leider sehr schnell eintreten, da Phosphat als Abbauprodukt von organischen Abfällen wie Futterresten, Fischkot und Pflanzenresten entsteht. Fütterst du deine Tiere also zu viel, kann dies jede Menge Phosphat erzeugen. Ein zu geringer Nitrat Wert hingegen ist die Folge aus zu geringer organischer Belastung. Dir fällt bestimmt auf, dass dies ein Widerspruch in sich ist, jedoch können gerade stark bepflanzte Aquarien durchaus mehr Nitrat verbrauchen als der natürliche Abbauprozess hergibt.

Lösung

Natürlich solltest du bevor du mit Anpassen der Wasserwerte beginnst, erst einmal deine Wasserwerte kennen und mithilfe eines Wassertests in Erfahrung bringen. Sollte dir ein besonders hoher Phosphatwert oder ein sehr niedriger Nitratwert auffallen, so solltest du damit beginnen deine Wasserwerte neu auszubalancieren. Dieser Weg kann erst nach Wochen seine Wirkung zeigen und stellt den langfristigsten Lösungsansatz dar. Der Vorteil an dieser Methode ist jedoch, dass du die Ursache bekämpfst und nicht weiter Gefahr läufst neue Blaualgen zu bekommen. Generell ist dieser Lösungsansatz sehr vielversprechend und immer einen Versuch wert.

Es gibt eine Methode, mit der du deine Wasserwerte, alle auf denselben Stand bringen kannst. Dafür erhöhst du drastisch den Kaliumgehalt in deinem Becken. Die Folge daraus ist, dass deine Pflanzen viel mehr Nährstoffe aufnehmen können und diese auch verbrauchen, da Kalium als Katalysator dient. Dadurch wird das Wachstum der Aquarienpflanzen stark angeregt und deine Nährstoffe nahezu aufgebraucht.

💡 Anmerkung: Um einen hohen Kaliumgehalt zu erreichen, solltest du eine Stoßdüngung mit Kalium vollziehen. Der Kaliumgehalt sollte ungefähr 30 mg/L betragen und über einen Zeitraum von 7 Tagen kontinuierlich gehalten werden. Nach einer Woche sollten deine Nährstoffe so gut wie alle nahezu aufgebraucht sein.

Durch regelmäßige Wassertests bringst du in Erfahrung wie es um deine Nährstoffe steht. Sind diese nahezu aufgebraucht, kannst du damit beginnen deine Wasserwerte neu auszubalancieren. Dafür beginnst du erst einmal mit einem großen Wasserwechsel von 90%, um so viel Kalium wie möglich wieder aus dem Becken zu bekommen. Danach fängst du mit der Düngung an und baust dir deine Wasserwerte nach und nach auf.

Zum Düngen stehen dir entweder kombinierte NPK Dünger oder einzelne Dünger zur Auswahl. Zu welchen Produkten du greifst ist dir überlassen, da im Grunde alle Dünger funktionieren. Solltest du deine Wasserwerte jedoch möglichst genau ausbalancieren wollen oder merkst nach einer gewissen Zeit, dass einige Wasserwerte schneller ansteigen als andere, so solltest du zu den einzelnen Mikro- und Makronährstoffen in Form von Flüssigdünger greifen.

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Mikrofauna

Ursache

Eine gestörte Mikro Fauna kann ebenfalls der Grund für Cyanobakterien sein. Mit einer gestörten Mikro Fauna meinen wir, dass es vorkommen kann, das sich zu wenig „gutartige“ Bakterienstämme in deinem Bodengrund befinden. Diese Bakterien werden häufig als Filterbakterien bezeichnet und unterstützen dein Aquarium in dem Nitrifikationsprozess oder kurz Stickstoffkreislauf. Die Theorie dahinter ist, dass es zu wenig Konkurrenz für die Cyanobakterien gibt und sie sich dadurch ohne Gegenwehr ausbreiten können. Diese Theorie klingt im ersten Moment etwas absurd, doch in Japan werden häufig Cyanobakterien mit einem Bakterienpräparat bekämpft und dies sogar erfolgreich.

Lösung

Die Lösung eine ausgeglichene Mikrofauna herzustellen, kann mit relativ geringem Aufwand umgesetzt werden. Dafür kannst du bereits bei der Entstehung deines Beckens diverse Bakterienpräparate in deinen Bodengrundaufbau integrieren oder später lebende Bakterien in Pulverform oder flüssig ins Aquarium einbringen. Grundsätzlich sind in den Bakterienpräparaten die äußerst nützlichen „Filterbakterien“ enthalten. Diese unterstützen dein Becken effektiv bei dem Abbau von Schadstoffen und sind für jegliche Aquarien essenziell.

Die Bakterienpräparate von Microbe-Lift, Tetra, JBL sowie Easylife haben wir bereits selbst getestet und können diese nur empfehlen. Natürlich kannst du auch andere Präparate ausprobieren und schauen, ob sie bei dir wirken. Des Weiteren benötigen die Bakterien, welche du über solch ein Präparat in dein Becken einfügst, natürlich auch Nahrung. Falls du bereits einige Tiere in deinem Becken besitzt, musst du nichts weiter beachten und kannst die Bakterien einfach einbringen. Solltest du keine Tiere besitzen, dann ist es sinnvoll den Bakterien, Nahrung in Form von Flüssigpräparaten oder geringe Mengen an Fischfutter zu geben. Dadurch gehst du sicher, dass die Bakterien überleben und sich stark genug vermehren können.

Ein weiteres sehr effektives Mittel gegen Cyanobakterien stellt das Bakterienpräparat von ADA dar. Dies streust du zwischen deine Aquarium Scheibe und dem Bodengrund. Den Bodengrund kannst du mithilfe eines Sand Flattaners einfach ein Stück von der Scheibe drücken und das Präparat so ganz einfach dazwischen bringen. Durch diese Methode bringst du die feindlich gesinnten Filterbakterien bzw. die direkte Konkurrenz für die Cyanobakterien miteinander zusammen. Du wirst durch diese Methode verhältnismäßig schnell Erfolge erzielen und kannst ein stärkeres Ausbreiten über den Bodengrund verhindern.

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Temperatur

Ursache

Ein meist vernachlässigter Punkt in Bezug auf Cyanobakterien stellt die Temperatur dar. Einige Beobachtungen legen nahe, dass eine hohe Temperatur das Wachstum der Cyanobakterien bestärkt und andere Bakterienstämme darunter leiden. Neben dieser Theorie treten Cyanobakterien häufig in den Sommermonaten auf. Dies ist nicht nur in Seen oder Gewässern der Fall, sondern auch bei einem Aquarium. Dadurch wird diese Theorie zusätzlich gestärkt und wirkt sehr plausibel.

Lösung

Solltest du bemerken, dass dein Aquarium eine ungewöhnlich hohe Temperatur aufweist, so solltest du nach dem Problem Ausschau halten. Ein defekter Heizstab oder eine hohe Raumtemperatur sind die häufigsten Ursachen für eine erhöhte Wassertemperatur. Sollte der Heizstab defekt sein, so musst du ihn zwangsweise gegen einen neuen austauschen. Ist deine Raumtemperatur zu hoch, so bleibt dir nicht viel übrig, als einen Aquarium Kühler oder einen Durchlaufkühler einzusetzen.

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Weitere Lösungen für Blaualgenbefall

Grundsätzlich haben wir dir nun die häufigsten Ursachen und deren Lösungen verraten, jedoch gibt es noch weitere Lösungsansätze, die für Abhilfe sorgen. Der Nachteil an den nachfolgenden Lösungen ist, dass du damit zwar die Cyanobakterien loswerden kannst, aber die Ursache für den Ausbruch nicht direkt bekämpfst. Das bedeutet ein erneuter Ausbruch von Cyanobakterien wird sehr wahrscheinlich stattfinden und du befindest dich wieder an demselben Punkt wie zuvor. Dennoch möchten wir dir nun noch weiter Tipps und Tricks für das Bekämpfen von Cyanobakterien mit auf den Weg geben.

💡 Anmerkung: Auch ein UVC-Klärer kann bei einer Blaualgenplage durchaus für Abhilfe sorgen, jedoch kann der UVC-Klärer nur die frei schwebenden Cyanobakterien abtöten. Dadurch ist der Einsatz eines UVC-Kläreres nicht so effektiv, wie andere Methoden und sollte nicht als alleiniges Mittel im Kampf gegen Blaualgen eingesetzt werden.

Dunkelkur

Von einer Dunkelkur hast du bestimmt schon einmal gehört. Zu diesem Lösungsansatz wird dir in der Aquaristik häufig in Verbindung mit einer Algenplage geraten. Blaualgen sind zwar wie bereits erwähnt keine richtige Algenart, jedoch wirkt eine Dunkelkur auch wunderbar gegen Cyanobakterien. Bei einer Dunkelkur reinigst du dein Aquarium so gut es geht von sämtlichen Cyanobakterien durch ein einfachen Wasserwechsel. Anschließend verdunkelst du das komplette Aquarium, so dass kein Licht mehr hineingelangt. Dadurch raubst du den Cyanobakterien eine wichtige Lebengrundlage und zwar das Licht, welches die meisten Cyanobakterien Arten für die Fotosynthese benötigen. Die Überlegung bei dieser Methode ist, dass die Bakterien durch den Lichtmangel schneller absterben, als deine Aquarienpflanzen. Nach ungefähr 5 Tagen, sollte sich bereits ein Erfolg eingestellt haben. Das erkennst du daran, dass sich die Blaualgen gräulich verfärben.

Cyanobakterien häufig stören

Ein weiterer sehr außergewöhnlicher Lösungsansatz besteht darin, Blaualgen so häufig wie möglich zu stören. Das heißt du musst die Bakterien täglich versuchen abzusaugen, Bakterienpräparate einzustreuen und ihnen das Licht so gut wie möglich zu entziehen. Versuche den Bakterien einfach richtig stark auf die Nerven zu gehen und auch wenn diese Methode sehr absurd klingt, so gibt es viele Berichte darüber, dass dies tatsächlich hilft.

Alglizid

Sind die Cyanobakterien wirklich hartnäckig und wollen einfach nicht verschwinden, so kannst du auch zu Algliziden greifen. In diesen Mitteln sind Substanzen enthalten, die den Bakterienrasen direkt angreifen und so zerstören. Das Problem vieler Anti Algenmitteln ist jedoch, dass diese sich auf alle Bakterien auswirken, also auch auf die gutartigen Filterbakterien, die dein Aquarium benötigt.

Du solltest aus diesem Grund immer neben einem Alglizid auch Starterbakterien einsetzen und diese zeitversetzt in dein Becken geben. Dadurch versuchst du die gutartigen Bakterien so gut es geht nachzureichen damit diese die oberhand gewinnen können. Diese Methode ist eine der vielversprechendsten, jedoch bekämpfst du auch hier nur direkt das Problem und nicht die Ursache.

💡 Anmerkung: Gib die Starterbakterien erst mehrere Stunden nach dem Einsatz eines Alglizid in dein Becken. Dies verhindert, dass die Bakterien gleich wieder durch das zugegebene Alglizid abgetötet werden.

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid stellt die allerletzte Rettungsmaßnahme dar. Diese Chemikalie ist extrem schädlich, weshalb du die beiliegende Bedienungsanleitung gründlich durchlesen solltest. Wasserstoffperoxid sollte immer so gering wie möglich und nur so hoch dosiert, wie wirklich nötig, gewählt werden. Bei einem 3 % starken Wasserstoffperoxid Mittel, solltest du ungefähr 8 bis maximal 15 ml Lösung auf 50L Wasser einsetzen.

Deine Tiere sollten niemals mit der Lösung in Berührung kommen, weshalb wir dir empfehlen würden, deine Tiere für den Anwendungszeitraum aus dem Becken zu nehmen. Die Anwendung kann drei bis vier aufeinanderfolgende Tage in Anspruch nehmen. Danach solltest du deinem Becken erst einmal eine Ruhepause gönnen, da das Wasserstoffperoxid nicht nur Tiere ernsthaft verletzen kann, sondern auch einige Aquarienpflanzen massiv unter dieser Chemikalie leiden können.

Um deine Tiere nicht aus dem Becken nehmen zu müssen, kannst du die Lösung mithilfe einer kleinen Spritze auch direkt auf die Blaualgen geben. Dies ist jedoch so punktuell, dass es einige Zeit in Anspruch nehmen wird, bis du den gesamten Blaualgenrasen beseitigt hast.

Antibiotika

Eine Lösung gegen Blaualgen, die noch vor ein paar Jahren häufig empfohlen wurde, ist das bekämpfen der Bakterien mit einem Breitband Antibiotika. Dieses tötet nicht nur bei uns Menschen eine Großzahl an Bakterien ab, sondern funktioniert auch in unserem Aquarium wunderbar. Das Problem an dieser Methode ist jedoch, dass solche Antibiotika zum einen verschreibungspflichtig sind und zum anderen nicht nur die Cyanobakterien abtötet. Ein Antibiotikum macht keinen Halt vor unseren nützlichen Bakterien in der Aquaristik. Das bedeutet auch unsere nützlichen Filterbakterien werden mit einem Antibiotikum einfach abgetötet. Dies kann bei einem stark besetzten Fischbecken dazu führen, dass dieses komplett aus dem Gleichgewicht gerät.

Die fehlenden Bakterien können nicht länger die Abfallprodukte abbauen und dein Aquarium läuft Gefahr einen starken Nitrit Peak zu erleben. Diesen Peak überleben nur die wenigsten Tiere und du musst dein Aquarium komplett neu bestücken. Aus diesem Grund, raten wir dir davon ab Antibiotika im Kampf gegen Blaualgen einzusetzen. Außerdem bekämpfst du bei dieser Methode wieder einmal nicht die Ursache. Dadurch steht einer neuen Blaualgenplage nichts im Wege.


Fazit: Blaualgen

Fazit zu Blaualgen

Mit den Blaualgen oder besser gesagt mit den Cyanobakterien ist wirklich nicht zu spaßen. Die Hartnäckigkeit, gepaart mit den verbundenen Gefahren stellt einen Aquarianer vor eine wahre Herausforderung. Wer sich dieser Herausforderung jedoch mit einem kühlen Kopf stellt, hat nur wenig zu befürchten. Gehe in Ruhe sämtliche Ursachen durch und versuche die Gegenmaßnahmen Schritt für Schritt aus. Du wirst sehen, dass du den Kampf gegen die Cyanobakterien gewinnen wirst und schlussendlich viel Erfahrung sammeln konntest.

Das wichtigste im Kampf gegen die Cyanobakterien sind natürlich deine Tiere. Diese sollten unter keinen Umständen leiden müssen, außerdem solltest du gegebenenfalls häufiger einen Wasserwechsel durchführen. Dies ist generell ratsam, da du die Cyanobakterien bei jedem Wasserwechsel gleich mit absaugen kannst und sie dadurch massiv in der Weiterverbreitung störst. Wir wünschen dir jede Menge Erfolg und Glück im Kampf gegen die äußerst lästigen Cyanobakterien.

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Autor: Sascha & Phil

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