Braunalgen im Aquarium: Tipps und Tricks zur Bekämpfung

Für den ein oder anderen Aquarienbesitzer sind Braunalgen im Aquarium ein wahrer Albtraum. Sie können unangenehm aussehen und die Gesundheit deiner Fische gefährden, wenn du nichts gegen sie unternimmst.

Braunalgen sind eine Art Alge, die in Aquarien oft unerwünscht ist. Sie können sich sehr schnell vermehren und das ganze Aquarium überwuchern. Wenn du bereits Braunalgen im Aquarium hast, kannst du vorab versuchen, sie mit einem Algenschwamm oder einer Algenbürste zu entfernen.

>Trübes Aquariumwasser durch Braunalgen
Durch Braunalgen kann das Wasser trübe und dreckig erscheinen. Doch um dich zu beruhigen, Braunalgen sind nicht gefährlich, solange du etwas unternimmst! | @kichigin – Designed by Freepik

In diesem Artikel erfährst du, was Braunalgen sind, wie sie entstehen und wie man sie am besten bekämpft. Wir wünschen dir viel Erfolg bei dem Kampf gegen die Braunalgen.

Was sind Braunalgen?

Neben Blaualgen, Bartalgen, Pinselalgen und noch vielen mehr, sind Braunalgen eine Art von Algen, die in Aquarien besonders häufig vorkommt. Sie können in verschiedenen Farben erscheinen, von hellbraun bis tiefschwarz, und haben eine klebrige, schleimige Konsistenz. Braunalgen sind vor allem an Aquarienscheiben und anderen glatten Oberflächen zu finden. Auch auf den Blättern von Wasserpflanzen können sie wachsen, aber das ist eher selten.

Braunalgen sind nicht unbedingt schädlich für dein Aquarium, aber sie können es sehr unschön aussehen lassen. Außerdem können sie die Wasserqualität negativ beeinflussen, da sie Sauerstoff binden und Nährstoffe aus dem Wasser entziehen. Wenn Braunalgen im Aquarium unkontrolliert wachsen, kann dies zu einem echten Problem werden.

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So entstehen Braunalgen

Braunalgen sind eigentlich keine Algen, sondern streng genommen eine Art Pilze. Sie bilden in Aquarien häufig einen grünbraunen Teppich auf dem Boden und den Pflanzen. Viele Aquarianer bekämpfen sie, da sie das Wachstum der Pflanzen behindern und das Aquarium unansehnlich machen. Aber woher kommen die Braunalgen eigentlich?

Die meisten Braunalgen entstehen durch zu hohe Nährstoffkonzentrationen im Aquarium, insbesondere Stickstoff und Phosphat. Dies kann durch zu häufiges Füttern, aber auch durch Pflanzenresten im Aquarium entstehen.
Auch zu wenig Licht kann zur Bildung von Braunalgen führen. Da die Pilze braune Farbpigmente (Melanin) produzieren, können sie auch bei einer zu starken Beleuchtung im Aquarium auftreten.

Außerdem können Braunalgen auch mit Süßwasserfischen und anderen Tieren eingeschleppt werden. Neben Tieren kannst du auch durch Pflanzen Braunalgen erhalten, weshalb sie vor dem Einsetzen ins Aquarium gründlich gereinigt werden sollten, um die Verbreitung der Pilze zu verhindern.

💡 Anmerkung: Durch den Griff zu InVitro Pflanzen kannst du Braunalgen an Pflanzen immer umgehen! Diese sind “rein” und besitzen keine Verunreinigung, wodurch du solchen Gefahren niemals ausgesetzt bist.

Das sind die Folgen von Braunalgen

Braunalgen sind ein natürlicher Teil des Süßwasseraquariums und können in der Regel keine Schäden verursachen. Allerdings können sie in großen Mengen Wasserqualitätsprobleme verursachen und die Wasserpflanzen im Aquarium schädigen.

💡 Anmerkung: Solang du jedoch etwas gegen diese Algen unternimmst, musst du dir keine Sorgen um deine Tiere oder dein Becken machen.

So erkennst Du Braunalgen in deinem Aquarium

Braunalgen sind ein häufiges Problem in Süßwasseraquarien. Sie können sich schnell ausbreiten und das Wasser verunreinigen. Wenn du vermutest, dass du Braunalgen in deinem Aquarium hast, solltest du einige Anzeichen dafür suchen. Zu den Anzeichen gehören:

  1. Dunkle Flecken oder Aufklärungen im Wasser.
  2. Unterwasserpflanzen, die gelb oder braun werden.
  3. Schleimige oder klebrige Algenblüten.
  4. Verfärbte Fische oder andere Aquarienbewohner.
  5. Ein unangenehmer Geruch im Aquarium.

Wenn du eines dieser Anzeichen bemerkst, solltest du sofort handeln. Braunalgen können sich schnell ausbreiten und das gesamte Aquarium ruinieren. Um sie zu bekämpfen, musst du zunächst herausfinden, was die Algen verursacht.


Ursachen für Braunalgen

Im nachfolgenden Text haben wir dir die möglichen Ursachen aufgelistet, weshalb es bei dir zu einer Braunalgenplage kam. Versuche ehrlich zu dir zu sein und gestehe dir die Fehler ein. Dadurch lernst du auch in Zukunft die Fehler zu vermeiden und gegebenenfalls mit der Situation umzugehen.

Überfütterung

Wenn du deinen Fischen zu viel Futter gibst, können die überschüssigen Nährstoffe die Algenbildung fördern. Achte daher darauf, nur so viel Futter zu geben, wie deine Fische in einer Mahlzeit vertilgen können.

💡 Anmerkung: Tiere in der Natur fressen auch nicht jeden Tag. Dies solltest du dir immer vor Augen halten, da es Aquarianern oft passiert, dass sie ihre Tiere überfüttern. Wenn du dies tust, ist dies keine Gefälligkeit für das Tier, da Krankheiten entstehen können und die Lebenserwartung des Tieres stark sinkt.

Zu wenig Wasserwechsel

Regelmäßige Wasserwechsel sind wichtig, um das Aquarium sauber und gesund zu halten. Wenn du zu selten wechselst, können sich Nährstoffe ansammeln und die Algenbildung fördern. Achte deshalb darauf, das Aquariumwasser regelmäßig zu 25% zu wechseln.

Wie häufig du das Wasser wechseln musst, ist von vielen Faktoren abhängig. Alle 2 Wochen ist bei einem gut eingefahrenen Becken jedoch vollkommen ausreichend. Wenn du erst einmal alles in den perfekten Einklang gebracht hast, kannst du sogar den Wasserwechsel auf alle 4 Wochen ausweiten.

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Zu viel Licht

Algen benötigen Licht zum Wachsen. Wenn dein Aquarium zu viel Licht hat, kann dies die Algenbildung fördern. Um dies zu vermeiden, solltest du entweder die Beleuchtungszeit reduzieren oder einen Teil des Aquariums mit Pflanzen abdecken, um das Licht zu blockieren.

Dafür eignen sich unter anderem Schwimmpflanzen, die du sogar später wieder aus dem Becken entfernen kannst. Neben der Beleuchtungszeit, kannst du jedoch auch die stärke deiner Aquarium Beleuchtung reduzieren. Dies ist jedoch häufig nur bei einer Aquarium LED-Beleuchtung möglich.

Keine Pflanzen im Aquarium

Pflanzen verbrauchen die Nährstoffe, die Algen ebenfalls benötigen, um zu wachsen. Daher ist es wichtig, einige Pflanzen in deinem Aquarium zu haben. Wenn es keine Pflanzen gibt, können die Nährstoffe im Wasser die Algenbildung fördern. Achte deshalb darauf, einige Pflanzen in deinem Aquarium zu haben, die im bestenfalle die überschüssigen Nährstoffe schnell verbrauchen.

💡 Anmerkung: Auch für diesen Punkt lohnen sich Schwimmpflanzen wie eine Limnobium laevigatum oder auf Deutsch Froschbiss.

So bekämpfst Du Braunalgen effektiv!

Braunalgen im Aquarium können ein echtes Problem darstellen. Wenn du dich jedoch an ein paar einfache Regeln hältst, kannst du diese unerwünschten Gäste loswerden. Zuerst musst du herausfinden, was die Braunalgen im Aquarium verursacht. Dann kannst du die Ursachen beheben und verhindern, dass sie in Zukunft zurückkehren.

Nährstoffgehalt im Becken anpassen

In den meisten Fällen sind zu viele Nährstoffe im Wasser, der Grund für das Auftreten von Braunalgen. Dies geschieht häufig, wenn zu viele Fische im Aquarium leben, du zu viel fütterst, deine Dünung zu hoch ist oder wenn das Aquarium nicht richtig gereinigt wird.
Um dieses Problem zu beheben, musst du den Nährstoffgehalt im Wasser reduzieren. Dazu kannst du entweder weniger Fische halten, was jedoch häufig keine Option mehr ist, weniger füttern, deine Düngung anpassen oder das Aquarium häufiger reinigen.

Bevor du jedoch eine dieser Maßnahmen umsetzt, solltest du zumindest einmal die Wasserwerte kontrollieren. Dies kannst du am einfachsten mit einem Teststreifen erledigen. Falls du feststellst, dass du zu viele Nährstoffe in deinem Becken besitzt, dann versuche die Konzentration, mit einem Wasserwechsel von 50%, zu verringern.

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Beleuchtung einstellen

Wenn der Nährstoffgehalt im Wasser nicht der Grund für das Entstehen der Braunalgen ist, können sie auch aufgrund von zu viel Licht oder zu hohen Temperaturen auftreten. In diesem Fall musst du entweder die Beleuchtungszeit reduzieren oder die Intensität der Beleuchtung einstellen. Wie bereits erwähnt, können auch Schwimmpflanzen Abhilfe für ein zu helles Aquarium schaffen.

💡 Anmerkung: Auch eine zu schwache Beleuchtung kann zu einem Auftreten von Braunalgen führen. Aus diesem Grund solltest du dir die Beleuchtung von dir besonders genau anschauen und die Aquarium Beleuchtung berechnen. Dadurch kannst du sicher gehen, dass du auch die richtige Aquarium Beleuchtung verwendest.
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Fressfeinde einsetzen

Braunalgen im Aquarium können auch durch Algenfresser bekämpft werden. Diese Tiere fressen die Algen und helfen so, sie unter Kontrolle zu halten. Es gibt verschiedene Arten von Algenfressern, also solltest du dich vorher informieren, welcher für dein Aquarium am besten geeignet ist.

Diese Maßnahme wollten wir zwar einmal erwähnen, jedoch finden wir diese eher ungeeignet. Die Fressfeinde können durchaus einen Unterschied machen, jedoch holst du dir damit noch mehr Tiere in dein Becken, die du natürlich auch nach der Braunalgenplage pflegen musst.

Dadurch läufst du wieder Gefahr, deine Tiere zu überfüttern oder generell einen, zu hohen Fischbesatz zu besitzen.

Algensporen abfiltern

Wenn du im Süßwasseraquarium Braunalgen bekämpfen möchtest, kann außerdem ein Aquarium Filtervlies helfen. Dieses Vlies hilft dabei, die Algen zu entfernen und verhindert, dass sie sich weiter ausbreiten. Allerdings ist es wichtig, das Vlies regelmäßig zu reinigen, damit es seine Wirkung nicht verliert.

Obendrein ist dies eine Maßnahme, die auf keinen Fall allein zum Erfolg führt. Du solltest eine der anderen Maßnahmen in Kombination mit einem Filtervlies anwenden, um die Erfolgschancen zu erhöhen.


Zusammenfassung Braunalgen

Fazit zu Braunalgen im Süßwasseraquarium

Alles in allem sind Braunalgen keine große Gefahr, solange man weiß, wie man damit umgehen muss. Natürlich können sie ein Ärgernis sein und das Aquarium weniger ansehnlich machen, aber wenn man die richtigen Maßnahmen ergreift, kann man sie schnell in den Griff bekommen.
Also, wenn du feststellst, dass sich in deinem Aquarium Braunalgen bilden, mach dir keine Sorgen. Folge einfach dieser Anleitung und innerhalb kürzester Zeit hast du die Situation unter Kontrolle.

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