CO2-Anlage: Ein muss in jedem Aquarium

Eine eigene CO2-Anlage ist für viele Aquarianer ein absoluter Traum. Diese Euphorie für solch eine CO2-Anlage kommt nicht von irgendwoher. Der Nährstoff Kohlenstoffdioxid ist essenziell für die Fotosynthese der Aquarienpflanzen. Fehlt es im Aquarium an Mikro- und Makronährstoffen, Licht oder CO2 wird das Wachstum der Pflanze eingeschränkt. CO2 ist ein Nährstoff, der nur in äußerst geringen Mengen auf natürliche Weise im Aquarium vorkommt. Für ein gesundes, kräftiges und zügiges Wachstum der Pflanzen ist eine CO2-Düngung notwendig.

Es gibt verschiedene Varianten, um CO2 in dein Aquarium zu düngen. Beispielsweise eignet sich dafür eine Druckgas-CO2-Anlage. Diese ist in der Anschaffung sehr teuer, jedoch besitzt sie zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Systemen.

Möchtest du in die Welt der CO2-Düngung hineinschnuppern, ist eine Bio CO2-Anlage eine kostengünstige Alternative. Diese reicht meist für kleinere Aquarien vollkommen aus und ist gut dafür geeignet, um erste Erfahrung im Umgang mit CO2 zu sammeln.

Druckgas-CO2-Anlage besteht aus einem Druckminderer, Schlauch und einer Gasflasche
Eine Druckgas-CO2-Anlage besteht aus einer CO2 Flasche, an der ein Druckminderer mit einem Nadelventil befestigt wurde. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Welche Aquarium CO2-Anlage die bessere ist und worauf es im Umgang mit CO2 zu achten gilt, erfährst du in diesem Ratgeber zu CO2-Anlagen.


Was ist eine CO2-Anlage?

Es gibt zwei Arten einer CO2-Anlage. Du hast die Wahl zwischen einer Bio CO2-Anlage und einer Druckgas-CO2-Anlage. Beide Systeme weisen unterschiedliche Vor- und Nachteile auf. Damit du ein Bild dafür bekommst wie solch eine CO2-Anlage im Aquarium funktioniert und wo die Unterschiede zwischen beiden CO2-Anlagen liegen, beschreiben wir dir diese in wenigen Sätzen.



Was ist eine Bio CO2-Anlage?

Die Bio CO2-Anlage bietet dir den Vorteil, dass sie CO2 selbst produziert. Diese Produktion erfordert ein Gemisch aus Hefe, Zucker und Wasser, welches wiederum eine chemische Reaktion auslöst. Dieses Gemisch füllst du in ein druckbeständiges Gefäß und lässt die Hefe ihre Arbeit verrichten. Das so erzeugte CO2 wandert durch einen Druckluftschlauch zu einem Niederdruck-Diffusor und wird so ins Aquarium eingebracht.

💡 Ausführliche Informationen findest du in unseren Ratgeber zur Bio CO2-Anlage.

Was ist eine Druckgas-CO2-Anlage?

Eine Druckgas-CO2-Anlage hingegen besteht aus einem Druckbehälter, der eine große Menge CO2 in sich hält. Kurz gesagt, besteht eine Druckgas-CO2-Anlage aus einer Gasflasche, die du bequem füllen lässt und die dein Aquarium für mehrere Monate mit CO2 versorgt. Auch hier wandert das CO2 über einen Druckluftschlauch zu einem CO2-Diffusor. Dieser ist aber anders, als bei einer Bio CO2-Anlage. Dieser Diffusor ist nicht für Niederdruck gemacht, denn dieser benötigt einen Arbeitsdruck von mindestens 2 Bar.

💡 Ausführliche Informationen findest du in unseren Ratgeber zur Druckgas-CO2-Anlage.

CO2-Diffusor als Bindeglied

Der CO2-Diffusor oder auch Zerstäuber genannt, ist für die Zuführung von CO2 verantwortlich. Ohne einen Diffusor bringt selbst die teuerste und beste Aquarium CO2-Anlage nichts. Der CO2-Diffusor ist somit das Kernstück jeder CO2-Anlage. Die Qualität des Diffusors bestimmt maßgeblich darüber, wie effizient deine CO2-Anlage ist.

💡 Anmerkung: CO2 ist ein Gas. Dieses Gas würde beim direkten Einbringen ohne einen CO2-Diffusor als große Blase aufsteigen und an der Wasseroberfläche austreten. Mithilfe eines CO2-Diffusors zerstäubst du das Gas in viele winzig kleine Bläschen. Diese Bläschen sind so klein, dass sich ein Großteil von ihnen im Wasser lösen. Dadurch wird das Wasser mit CO2 angereichert und der Nährstoff ist für die Pflanzen greifbar.


Der Nährstoff CO2

Eine CO2-Anlage im Aquarium ist in den meisten Fällen sinnvoll und lässt das Pflanzenwachstum explodieren. Laut dem “Liebigsches Minimumgesetz” wird das Pflanzenwachstum immer an die Ressource gebunden, die am geringsten vorhanden ist. Die knappste Ressource wird deshalb auch als Minimumfaktor bezeichnet und stellt in der Aquaristik oftmals CO2 dar.

Aquarium CO2 wird in der Aquaristik hauptsächlich durch die Atmung der im Biotop lebenden Aquarienbewohner erzeugt. Diese geringe Menge CO2 reichen für Aquarien nur selten aus. Gerade Medium und Advanced Pflanzen, die in der Aquaristik sehr beliebt sind, benötigen mehr CO2 als auf natürliche Weise erzeugt wird.

Eine CO2-Anlage im Aquarium stellt das zusätzlich benötigte CO2 bereit. Durch das Wissen, dass genug CO2 im Aquarium vorhanden und die Beleuchtung stark genug für die verwendeten Pflanzen ist, können das CO2 im Aquarium sowie die Aquarium LED-Beleuchtung als geringste Ressource ausgeschlossen werden.



Grenze des CO2-Gehalts

Es sollte darauf geachtet werden, dass niemals zu viel CO2 im Aquarium vorhanden ist. Kohlenstoffdioxid ist für Pflanzen zwar essenziell, jedoch beeinflusst eine zu hohe Konzentration im Aquarium stark den pH-Wert. Dieser pH-Wert sinkt mit zunehmender Menge an CO2 stetig weiter ab.

Die Grenze von 25 mg/L solltest du bei einem mit Tieren besetzten Becken nicht überschreiten. Ein CO2-Dauertest hilft dir dabei, diese Grenze nicht zu überschreiten. Über eine Indikatorflüssigkeit zeigt dir dieser Test mit verschiedenen Farben an, wie viel CO2 in deinem Aquarium gelöst ist. Dieser Test ist eine Lebensversicherung für deine Tiere und sollte in keinem Aquarium, welches mit einer CO2-Anlage betrieben wird, fehlen.

💡 Hinweis: Der pH-Wert in deinem Aquarium hängt immer von dem CO2-Gehalt und der Karbonathärte (KH) ab. Steigt der CO2-Gehalt und die KH sinkt, sinkt ebenfalls der pH-Wert. Der pH-Wert steigt an, wenn eine geringe Menge an CO2 und eine hohe KH in deinem Aquarium vorhanden sind. Eine gut dosierte Menge an CO2 hilft dir den pH-Wert auf ein angenehmes Level zu halten.

Den meisten Fischen und Garnelen sind grundsätzlich an einem niedrigen pH-Wert gewohnt. Sie bevorzugen einen Wert um 6,8. Du solltest dir im Vorhinein klar sein, dass nicht jeder Fisch so einen niedrigen pH-Wert für gut empfindet. Erkundige dich vor dem Kauf einer Tierart über ihre Bedürfnisse und entschiede, ob dein Aquarium diese erfüllen kann.

Folgen von zu viel CO2

Eine zu hohe Konzentration von CO2 beeinflusst nicht nur den pH-Wert des Wassers, sondern auch deine Tiere. Im ersten Moment klingt es verrückt, doch ein zu niedriger pH-Wert des Wassers hat direkten Einfluss auf den pH-Wert vom Blut der Fische. Dies geschieht, wenn zu viel CO2 im Wasser gelöst ist. Dadurch kann der Fisch das in seinem Körper entstehende CO2 nicht mehr richtig an das Wasser abgeben.

Viele Aquarienbesitzer denken, dass im Aquarium nur CO2 oder Sauerstoff im Wasser gelöst sein kann. Das ist ein Irrtum! Denn ein Fisch kann eine Vergiftung durch Kohlenstoffdioxid erhalten, obwohl das Wasser reich an Sauerstoff ist. Diese beiden Werte haben keinen direkten Einfluss aufeinander. Ein hoher CO2-Gehalt bedeutet nicht, dass kein Sauerstoff im Wasser ist.

Das Resultat aus einem zu hohen CO2-Gehalt im Wasser, ist ein erhöhter Kohlenstoffdioxidwert im Blut des Fisches, wodurch der pH-Wert des Blutes sich verändert. Selbst bei kleinen Änderungen hat dies große Auswirkungen auf die Körperfunktionen der Tiere.

Eine reine CO2-Vergiftung tritt dabei nur im Extremfall auf. Dieser Extremfall wäre beispielsweise, wenn zu viel CO2 und zu wenig Sauerstoff im Aquarium vorhanden ist.

Zeitpunkt einer CO2-Düngung

Eine Pflanze benötigt nicht rund um die Uhr CO2. Kohlenstoffdioxid wird grundsätzlich nur benötigt, wenn der Pflanze alle Grundbausteine für die Fotosynthese zur Verfügung stehen.

Diese Grundbausteine beziehen sich überwiegend auf die Aquarium LED-Beleuchtung. Ohne genügend Licht wird die Aquarienpflanze das CO2 nicht für ihre Fotosynthese nutzen. Deshalb sollte CO2 nur hinzugegeben werden, wenn die Aquarium LED-Beleuchtung eingeschaltet ist. Dadurch verschwendest du kein CO2 und der Wert bleibt auch über Nacht auf einem angenehmen Level für die Tiere.

💡 Hinweis: Tagsüber produzieren Aquarienpflanzen Sauerstoff. Nachts dreht sich dieser Prozess um und die Pflanzen fangen an CO2 zu produzieren. Durch eine zusätzliche Zugabe über eine CO2-Anlage würde der Wert auf ein kritisches Level ansteigen. Aus diesem Grund ist die Zugabe von CO2 nachts nicht zu empfehlen.

Nachtabschaltung

Um CO2 nur zu bestimmten Zeiten zu düngen, wird in der Aquaristik eine Nachtabschaltung verwendet. Die Nachtabschaltung besteht aus einer Zeitschaltuhr und einem Magnetventil. Das Ventil wird in die CO2-Leitung eingebunden und über die Zeitschaltuhr zur selben Zeit wie die Aquarium Beleuchtung geschaltet. Dadurch wird CO2 nur in das Aquarium hinzugefügt, wenn es wirklich notwendig ist.



Um eine Nachtabschaltung bzw. eine kleine Automatik für die CO2-Düngung zu erstellen, benötigst du eine Steckdosenleiste und eine Zeitschaltuhr. Die Steckdosenleiste wird mithilfe der Zeitschaltuhr gesteuert. In der Steckdosenleiste schließt du das Magnetventil und die Aquarium Beleuchtung an. Das Resultat aus dieser Schaltung ist, dass die Aquarium Beleuchtung und das Magnetventil immer zeitgleich angesteuert werden.

High-End-Steuerung für CO2-Anlagen

Ein CO2-Computer ist ein absolutes High-End Produkt in der Aquaristik. Dieses Produkt hat seinen Preis, jedoch auch eine Vielzahl an Vorzügen gegenüber einer klassischen Nachtabschaltung. Wie bereits erwähnt hat der CO2-Gehalt direkten Einfluss auf den pH-Wert deines Aquariums. Ein CO2/PH-Controller misst kontinuierlich den vorhanden CO2-Gehalt in deinem Aquarium nach. Ist der Wert zu niedrig, wird mehr CO2 in  das Aquarium eingebracht. Ist der Wert zwischenzeitlich zu hoch, schließt sich das Magnetventil, welches im inneren des Controllers verbaut ist.

Diese ständige Kontrolle hält deinen pH-Wert konstant auf einen Wert, den du im Vorhinein entscheidest. Möchtest du einen pH-Wert von exakt 6,8, dann regelt der Controller die Zugabe von CO2 automatisch.

Diese kontinuierliche Steuerung spart dir eine große Menge an CO2 ein. Ein CO2-Dauertest ist ebenfalls nicht mehr notwendig, obwohl wir dir trotz High-End Technik einen CO2-Dauertest ans Herz legen.

💡 Hinweis: Ein stabiler pH-Wert ist gerade für empfindliche Fische extrem wichtig. Ein CO2-Computer hilft dir den Wert konstant zu halten und spart dir CO2 ein. Diese Form der Automatisierung ist jedoch sehr kostenintensiv und deshalb nicht für jeden geeignet.

Fehlerquelle Kahmhaut

Die einzige Schwachstelle in einem System ohne CO2-Computer ist eine Kahmhaut. Durch eine Kahmhaut wird das CO2 daran gehindert aus deinem Aquarium zu entweichen. Dies lässt den CO2-Gehalt im Wasser nach oben schnellen. Ein manuelles Zudrehen der CO2-Flasche oder das Beseitigen der Kahmhaut ist notwendig, um die Aquarienbewohner nicht zu gefährden. Ein CO2-Dauertest hilft dir dabei, einen zu hohen CO2-Gehalt zu erkennen.

Im Falle einer Kahmhaut schaltet ein CO2-Computer die Zugabe von CO2 einfach ab. Dadurch bleibt trotz Kahmhaut dein CO2-Gehalt auf einem perfekten Level und deine Aquarienbewohner sind keiner Gefahr ausgesetzt.

Ermittlung des CO2-Gehalts

Die zwei bekanntesten Methoden, um den richtigen CO2-Gehalt im Wasser zu ermitteln, ist entweder ein Blasenzähler oder ein CO2-Dauertest. Ein Blasenzähler wird in der Praxis viel zu häufig in den Himmel gehoben. Dieser zeigt dir in Form von kleinen Bläschen wie viel CO2 in dein Aquarium eingebracht wird. Ein CO2-Dauertest ist in allen Fällen die bessere und sichere Wahl für dich und deine Tiere.



Blasenzähler

Blasenzähler werden in der Aquaristik als Hilfsmittel benutzt, um CO2-Anlagen auf das eigene Aquarium einzustellen. Dabei gibt es verschiedene Regeln oder Faustformeln, wie viele Blasen pro 100 L in einer Minute durch den Blasenzähler gelangen müssen. Das Versprechen vieler Hersteller und vieler Aquarianer ist ein “perfekter” CO2-Wert im Aquarium.

Leider sind diese Regeln bzw. Faustformeln gefährlich für die Aquarienbewohner. Ein Blasenzähler ist kein genormtes Produkt. Das bedeutet, die Bauformen können sich je nach Hersteller stark unterscheiden.

Der Auslass der CO2-Öffnung bestimmt wie groß die vorhandene Blase werden. Wenn ein großer Auslass vorhanden ist, werden die Blasen größer als bei einem Blasenzähler mit einem kleinen Auslass. Dies ist teilweise für uns mit purem Auge nicht sichtbar, jedoch eine tückische Fehlerquelle.

Durch die unterschiedlichen Blasengrößen gelangt verschieden viel CO2 in das Becken. Würdest du nun zwei Aquarien mit exakt gleicher Größe sowie Blasenanzahl betreiben und nur die Blasenzähler von unterschiedlichen Herstellern beziehen, dann ist die Chance sehr hoch, dass in den beiden Aquarien der CO2-Gehalt unterschiedlich ist.

💡 Anmerkung: Einen Blasenzähler können wir als alleinigen Indikator nicht empfehlen. Dieser gibt dir keinen Anhaltspunkt über den aktuellen CO2-Gehalt im Aquarium und bezieht Faktoren wie die Bepflanzung, Kahmhaut oder starke Oberflächenbewegung nicht mit ein.

Orb Checker/ CO2-Dauertest

Tritt eine Kahmhaut auf, entsteht eine starke Oberflächenbewegung. Besitzt du viele CO2 hungrige Pflanzen, büßt ein Blasenzähler seine Genauigkeit ein. Ein Orb Checker oder auch CO2-Dauertest genannt, zeigt dir immer den tatsächlich, gelösten CO2-Gehalt in deinem Aquarium an.

💡 Ausführliche Informationen findest du in unseren Ratgeber zum CO2-Dauertest.

Der CO2-Dauertest wird mit einer Indikatorflüssigkeit gefüllt und danach ins Aquarium gehangen. Die Flüssigkeit verfärbt sich je nach gelöstem CO2-Gehalt im Wasser. Durch eine blaue, grüne oder gelbe Verfärbung erkennst du schnell, ob das CO2 im Wasser zu niedrig, zu hoch oder passend ist.

Benötigt dein Aquarium durch viele hungrige Pflanzen von Natur aus mehr CO2, dann drehst du deine CO2-Anlage so lange auf bis der CO2-Dauertest sich in ein sattes Grün verfärbt. Verfärbt der Dauertest sich gelb signalisiert er dir einen zu hohen CO2-Gehalt, weshalb du deine Aquarium CO2-Anlage etwas herunterregeln solltest.



Für einen CO2-Dauertest gibt es verschiedene Indikatorflüssigkeiten. Zur Auswahl stehen dir einmal eine Lösung, die auf einen CO2-Gehalt von 20 mg/L eingestellt ist und eine Lösung für 30 mg/L. Für ein Aquarium mit durchschnittlicher Aquarium Beleuchtung oder einem Tier besetzten Becken, empfehlen wir die Lösung mit 20 mg/L gelösten CO2.

Aquarianer die ein Aquarium bzw. ein Aquascape besitzen, welches kein Tierbesatz aufweist und eine starke Aquarium Beleuchtung vorhanden ist, raten wir zu der Lösung die auf 30 mg/L eingestellt ist. Der hohe CO2-Gehalt fördert das Pflanzenwachstum enorm, vorausgesetzt die Beleuchtungsstärke stimmt und eine zusätzliche Düngung von Mikro- und Makronährstoffen ist vorhanden.

💡 Anmerkung: Für die meisten Aquarianer ist die Lösung von 20 mg/L vollkommen ausreichend. Wir selbst fahren unsere Aquarien mit diesem CO2-Dauertest und auch hier ist das Pflanzenwachstum überragend.

Bio CO2-Anlage vs. Druckgas-CO2-Anlage

Grundsätzlich kann eine CO2-Anlage für das eigene Aquarium entweder durch Bio CO2-Anlage oder durch eine Druckgas-CO2-Anlage realisiert werden. Beide CO2-Anlagen besitzen Vor- und Nachteile. Welche diese sind und was es über die zwei unterschiedlichen CO2-Anlagen zu wissen gibt, erläutern wir dir im folgenden Abschnitt.

Bio CO2-Anlage

Eine Bio CO2-Anlage erzeugt das CO2 mithilfe von Hefebakterien und einer zuckerhaltigen Lösung. Diese Reaktion findet in einem Reaktor bzw. Reaktionsbehälter statt. Den Vorgang kannst du spielend leicht selbst erzeugen und ausprobieren. Nimm dir gewöhnliche Haushaltshefe sowie warmes Zuckerwasser zur Hand und mische dies in einem Glas. Du wirst ein prickeln oder ein Zischen wahrnehmen. Diese Reaktion erzeugt in einem geringen Ausmaß CO2.



Die Herstellung von CO2 mit Hefe ist äußerst temperaturanfällig und nicht kontrollierbar. Die Reaktion kann bereits nach wenigen Minuten oder erst nach mehreren Tagen beginnen.

Komplett-Set von JBL liegend
Eine Bio-CO2-Anlage ist ziemlich klein und kompakt. Das Bio-CO2 ist für einen niedrigen Druck vollkommen ausreichend. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de
Vor- und Nachteile einer Bio CO2-Anlage im Überblick

Vorteile:

    • günstige Anschaffungskosten
    • relativ kompakt

Nachteile:

    •  keine konstante CO2 Produktion
    • Temperatur abhängig aufgrund der Hefebakterien
    •  keine Nachtabschaltung möglich
    •  häufige Wartung nötig (ca. alle 2 Wochen neue Mischung ansetzen)

Einbringen von CO2

Ein klassischer CO2-Diffusor kann nicht mit einer Bio CO2-Anlage betrieben werden. Diese benötigen einen kontinuierlichen Arbeitsdruck von mindestens 2 Bar. Eine Bio CO2-Anlage kommt nicht auf solch einen Druck, weshalb du mit diesen Diffusoren kein CO2 ins Aquarium einbringst.

Für Bio CO2-Anlagen gibt es spezielle Diffusoren für Niederdruck. Diese sind um ein Vielfaches „gröber“, weshalb ein niedriger Druck zum Zerstäuben ausreicht. Die Folge daraus ist jedoch ein ineffizienteres zugeben an CO2, welches du nicht optimieren kannst.

Nachtabschaltung Bio CO2-Anlage

Bei einer Bio CO2-Anlage ist eine Nachtabschaltung nur durch Umwege möglich. Das CO2 wird rund um die Uhr produziert und der Behälter darf nicht verschlossen werden, weshalb du einen kleinen Trick anwenden musst, um eine Nachtabschaltung zu realisieren.

Durch die kontinuierliche Produktion von CO2 entsteht bei einem verschlossenen Behälter ein steigender Druck. Die Behälter einer Bio CO2-Anlage sind nicht für solch einen hohen Druck gemacht und würden schlichtweg explodieren.

Es gibt eine Möglichkeit, die zugeführt Menge an CO2 zu regulieren. Dafür wird in der Schlauchverbindung zwischen Bio CO2-Anlage und dem Diffusor ein T-Stück eingebaut. An dem T-Stück wird ein weiterer Schlauch angebracht, der wiederum außerhalb des Beckens seinen Platz findet. In diesen Schlauch montierst du zusätzlich ein kleines Kugelhahnventil.



Sollte deine Beleuchtung ausgehen, öffnest du das Kugelhahnventil und das CO2 wird nicht länger ins Aquarium befördert. Das CO2 sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes und der ist über das T-Stück in die Atmosphäre.

Du kannst auch ein Magnetventil anstatt ein Kugelhahnventil einsetzen. Dies würde einer tatsächlichen Nachtabschaltung am nächsten kommen. Ein Magnetventil ist um ein vielfaches teurer als die eigentlich Bio CO2-Anlage und somit nur für die wenigsten eine Option. Die Variante mit einem Kugelhahnventil ist kostengünstiger aber zeitgleich aufwendiger.

Wartungs- und Reinigungsaufwand

Eine Bio CO2-Anlage muss regelmäßig gewartet werden. Das bedeutet die Reaktion hält je nach Gemisch, Umwelteinflüsse etc. nur wenige Tage bis Wochen an. Dadurch wird ein regelmäßiges Austauschen nötig, was einiges an Zeit kostet.

Du musst, um ein neues Gemisch anzusetzen, den alten Druckbehälter gründlich reinigen, das neue Bio CO2 Gemisch ansetzen und je nach Rezept aufkochen. Schlussendlich füllst du das Gemisch in deinen Druckbehälter und wartest mehrere Stunden bis Tage darauf, bis die Reaktion beginnt.

Druckgas-CO2-Anlage

Eine Druckgas-CO2-Anlage überspringt den Vorgang des selbst erzeugen. Hier wird eine große Menge an CO2 mit einem hohen Druck in eine Gasflasche gefüllt. Dadurch entsteht eine konstante CO2-Quelle, die jeder Zeit abrufbar ist. Dies ermöglicht dir eine komplette Kontrolle über dein CO2-Gehalt.

Der anliegende Druck (in der Regel um die 50 Bar) aus der Gasflasche wären jedoch viel zu hoch, um dies einfach so ins Aquarium zugeben. Mithilfe eines Druckminderers reduzierst du den Druck am Austritt der Gasflasche auf einen Wert von ungefähr 2 Bar.

Vor- und Nachteile einer Druckgas-CO2-Anlage im Überblick

Vorteile:

    • jederzeit abstellbar
    • feine Einstellung durch Haarnadelventil und gleichbleibenden Druck möglich
    • eine CO2 Füllung kostet meist wenig und hält sehr lange
    • reines CO2
    • sofort einsatzbereit
    • Nachtabschaltung möglich

Nachteile:

    • hohe Anschaffungskosten

Zugabe von CO2

An einer Gasflasche mit Druckminderer stellst du 2 Bar ein, jedoch wäre die Durchflussmenge immer noch viel zu hoch, um das CO2 direkt in dein Aquarium zu leiten. Um die Durchflussmenge zu reduzieren, setzt du ein Nadelventil ein. Dies hilft dir dabei, den CO2-Gehalt extrem fein einzustellen und auf dein Aquarium abzustimmen.

Anmerkung: Ein CO2-/ PH-Controller besitzt ebenfalls ein im Inneren ein Nadelventil, weshalb dieser nicht am Druckminderer der Gasflasche vorhanden sein muss. Um ein Druckminderer kommst du selbst mit einem CO2-Controller nicht herum.



Die anliegenden 2 Bar werden über einen Druckluftschlauch zu einem CO2-Diffusor geleitet. Das Kernstück jedes klassischen Diffusors ist eine Keramikscheibe. Das CO2 wird durch das feinporige Keramik gedrückt und so zerstäubt. Dadurch entstehen viele winzig kleine CO2-Bläschen, die sich im Wasser lösen. Mithilfe der Keramikmembran entsteht eine effiziente Zugabe von CO2.

💡 Hinweis: Um das CO2 durch die feinen Poren einer Keramikmembran zu drücken, benötigt es ein Arbeitsdruck von etwa 2 Bar. Bio CO2-Anlagen kommen nicht auf solch einen Druck, weshalb diese Diffusoren keine Option für solche CO2-Anlagen sind.

Eine weitere Besonderheit einer Druckgas-CO2-Anlage ist die Bauform der CO2-Diffusoren. Hier stehen dir gleich zwei verschiedene zur Auswahl. Diese belaufen sich auf einen Inline-Diffusor, der komplett außerhalb deines Aquariums sitzt, und einem klassischen CO2-Diffusor, der wiederum in deinem Aquarium seinen Platz findet.

Inline-Diffusor

Ein Inline-Diffusor stellt eine besondere Möglichkeit der Zugabe von CO2 dar. Dieser Diffusor sitzt komplett außerhalb von deinem Aquarium, genauer gesagt, sitzt er hinter dem Filterauslauf eines Außenfilters. Damit kommen wir auch zu dem größten Kritikpunkt: Ein Inline CO2-Diffusor ist ausschließlich mit Außenfilter einsetzbar.

Besitzt du einen Außenfilter, dann legen wir dir einen Inline-Diffusor ans Herz. Diese Bauform ist effizienter als ein klassischer CO2-Diffusor, da das zerstäubte CO2 länger im Wasser gehalten wird. Außerdem fällt weitere Technik aus deinem Becken heraus. Dies ist extrem nützlich im Aquascaping und hilft dir mehr kreativen Freiraum zu gewinnen.

💡 Ausführliche Informationen findest du in unseren Ratgeber zum Inline-Diffusor.
Klassischer CO2-Diffusor

Ein klassischer CO2-Diffusor besteht meist aus Edelstahl oder Glas und kommt bei den meisten Aquarien zum Einsatz. Diese Diffusoren laufen mit einem Arbeitsdruck von ungefähr 2 Bar und zerstäuben das CO2 in winzige Bläschen.

Eine genaue Positionierung des CO2-Diffusors ist essenziell, um seine Effektivität zu steigern. Die Bläschen sollten durch die Strömung möglichst lange im Aquarium gehalten werden. Dies gibt ihnen die benötigte Zeit, um sich in deinem Wasser zu lösen.

💡 Ausführliche Informationen findest du in unseren Ratgeber zum CO2-Diffusor.

Nachtabschaltung Druckgas-CO2-Anlage

Die Nachtabschaltung realisiert du mithilfe einer Steckdosenleiste und einer Zeitschaltuhr. In die Steckdosenleiste schließt du deine Aquarium Beleuchtung und dein Magnetventil für das CO2 an. Die Steckdosenleiste wird wiederum mithilfe einer Zeitschaltuhr angesteuert und ermöglicht damit ein gleichzeitiges Schalten von CO2 und Beleuchtung. Durch diese einfache Schaltung wird CO2 nur in dein Aquarium eingebracht, wenn deine Beleuchtung angeschaltet ist.

Wartungs- und Reinigungsaufwand

Eine Druckgas-CO2-Anlage muss von deiner Seite aus nicht gewartet werden. Hast du eine Gasflasche gekauft, kannst du dir sicher sein, dass diese zuvor TÜV geprüft wurde. Die Zertifizierung hält 10 Jahre an und muss nach diesem Zeitraum erneut geprüft werden. Es ist dir überlassen, ob du noch 10 Jahren die Flasche wieder TÜV zertifizieren lässt. Das Sigel ist ein Zeichen, dass die Flasche in Ordnung ist und ein sicherer Betrieb gewährleistet wird. Manche Fachgeschäfte füllen keine CO2-Flaschen auf, die nicht über solch ein Sigel verfügen.

Das Einzige um was du dich kümmern musst, ist die eigentliche Füllung deiner CO2-Flasche. Diese kannst du entweder in einem Zoo-Fachgeschäft oder bei einem lokalen Gashändler auffüllen lassen. Die kosten für das Auffüllen deiner Druckgas-CO2-Anlage belaufen sich auf wenige Euro. Der Reinigungsaufwand einer Druckgas-CO2-Anlage geht gegen null. An der CO2-Anlage an sich musst du nichts reinigen. Allerdings muss der CO2-Diffusor gereinigt werden.



Regelbarkeit einer Druckgas-CO2-Anlage

Eine Druckgas-CO2-Anlage lässt sich durch die konstante Quelle gut regeln. Mithilfe eines Druckminderer und einem Nadelventil kannst du dein CO2-Gehalt genaustens einstellen. Wie weit du das Nadelventil aufdrehen musst, verrät dir dein CO2-Dauertest.

Bei einem unerwartet hohen CO2-Wert lässt sich die Flasche ganz einfach zustellen und somit gelangt kein weitere CO2 in dein Aquarium. Die Regulierbarkeit einer Druckgas-CO2 Anlage ist gut und unschlagbar zu anderen Systemen.


CO2-Anlage kaufen: Darauf gilt es zu achten

Im nachfolgenden Ratgeber geben wir dir Tipps, worauf du beim Kauf achten solltest, um die optimale Aquarium CO2-Anlage zu finden. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Schlussendlich entscheidest du, wie viel du für eine CO2-Anlage ausgeben möchtest.

Eins vorweg: Eine Bio CO2-Anlage ist nur für Aquarien bis 100L geeignet. Danach musst du mehrere Anlagen betreiben, welche den Aufwand nur weiter erhöhen. Ab diesem hohen Volumen kommt für dich ausschließlich eine Druckgas-CO2-Anlage infrage. Je nach Flaschengröße kannst du dein Aquarium für mehrere Monate zuverlässig mit CO2 Versorgen.



Bio CO2-Anlage oder Druckgas-CO2-Anlage

Ob du nun eine Bio CO2-Anlage oder eine Druckgas-CO2-Anlage kaufst, ist vollkommen dir überlassen. Grundsätzlich empfehlen wir jedem eine Druckgas-CO2-Anlage, da diese einfach mehr Vorzüge aufweist.

Leider haben Druckgas-CO2-Anlagen hohe Anschaffungskosten. Wenn du diese Investition tätigst, wirst du mit kräftigen, schnellen und farbenfrohen Pflanzenwachstum belohnt. Eine Bio CO2-Anlage kann eine preiswerte Alternative darstellen, die jedoch regelmäßig gewartet werden muss. Außerdem lässt sich diese CO2-Anlage nur sehr schwer steuern, geschweige denn automatisieren.

Wer jedoch nur langsam in das Thema CO2-Düngung einsteigen möchte, für den kann eine kleine Bio CO2-Anlage durchaus ausreichen.

💡 Anmerkung: Du hast die Wahl zwischen günstigen Anschaffungskosten in Form einer Bio CO2-Anlage, die aber wiederum mit einem viel höheren Aufwand einhergeht oder einer Druckgas-CO2-Anlage, die in ihrer Anschaffung sehr teuer ist aber dafür keine Wartung verlangt.

CO2-Gasflasche

Druckgas-CO2-Anlagen gibt es in verschiedenen Varianten. Bei Gasflaschen gibt Einweg- und Mehrwegflaschen.

Einwegflaschen lassen sich kein zweites Mal befüllen und werden damit unbrauchbar. Wer sich eine neue CO2-Flasche für seine CO2-Anlage besorgt, sollte stets darauf achten, dass es sich um eine Mehrwegflasche handelt. Falls es nicht ersichtlich ist, dann Finger weg!

Mehrwegflaschen besitzen den großen Vorteil, dass sie nach dem Verbrauch neu befüllt werden können. Dadurch hast du die hohen Anschaffungskosten nur einmal. Jede weitere Füllung kostet im Vergleich zu einem neuen Einwegsystem nur noch ein Bruchteil. Du sparst mit Mehrwegflaschen also bares Geld.

Größe der CO2-Gasflasche

Viele Hersteller bieten CO2-Flaschen in einer Größe von 350 oder 500 Gramm an. Die Menge reicht zwar für einen bestimmten Zeitraum aus, dennoch ist auf längere Sicht eine solch kleine Druckgas Flasche nicht rentabel. Eine 2 kg CO2-Flasche kostet teilweise nur circa 15-25€ mehr. Dafür hält die Flasche viermal so lang und die Füllung ist nicht wesentlich teurer.

Ein weiterer Grund sich eine größere CO2-Flasche zu besorgen ist, dass diese schlichtweg länger hält. Ein Nachfüllen alle paar Monate oder gar nur 2-mal im Jahr, ist viel angenehmer, als ein Nachfüllen alle 3 Wochen.

Der letzte, aber entscheidender Punkt, der dafürspricht sich eine größere CO2-Flasche zu besorgen, sind die Folgekosten zum Befüllen einer CO2-Flasche. Kohlenstoffdioxid ist nicht teuer, aber ein gewisser Aufwand ist damit verbunden.

CO2 wird nach Gewicht abgefüllt und nicht nach Druck. Dabei kosten geringe Mengen an CO2 um einiges mehr als große Mengen. Der Kilogramm Preis von CO2 kann dabei je nach Flaschengröße zwischen 1,5 € bis 10€ betragen. Das Kilogramm CO2 kostet bei einer 10 kg Flasche im Schnitt um die 1,50€. Eine Füllung eines 350 g Zylindern kostet ungefähr 10 bis 15€ und ist damit fast genauso teuer wie das befüllen einer 10 kg Flasche.



Dieser große Preisunterschied ist dem Aufwand der Befüllung geschuldet. Versuche deshalb die CO2-Flasche so groß wie möglich zu wählen. Mit einem zunehmenden Gewicht gewinnen die Flaschen ebenfalls an Größe dazu. Falls möglich probiere einen Mittelweg zu gehen und eine CO2-Flasche ab 2 kg zu wählen. Wir verstehen, dass eine große CO2-Flasche auch eine Menge Platz verbraucht, jedoch kannst du eine Druckgas-CO2-Anlage an einem beliebigen Ort platzieren und mithilfe von Druckluftschlauch die CO2-Anlage mit dem CO2-Diffusor verbinden.

💡 Hinweis: Im Jahr muss eine zu kleine CO2-Flasche bis zu 10-mal nachgefüllt werden. Eine große CO2-Flasche hingegen nur einmal pro Jahr. Aus diesem Grund lohnt es sich beim Kauf einer Aquarium-CO2-Anlage auf die Größe der CO2-Anlage zu achten.

Einzeln oder im Set

Aquarium CO2-Anlagen im Set zu kaufen lohnt sich nicht. Das Kaufen der einzelnen Komponenten ist um einiges kostengünstiger, als die angebotenen Komplett-Sets, die es beispielsweise auf Amazon gibt.

Wer sich hingegen nicht die Arbeit machen möchte, um alle Komponenten einzeln rauszusuchen. Dem empfehlen wir das Komplett-Set von JBL. Das Komplett-Set weist ein gutes Preis-/ Leistungsverhältnis auf und JBL steht immer für Qualität.

In folgender Liste findest du alle Komponenten, die du benötigst, wenn du eine CO2-Anlage selbst zusammenstellen möchtest.

  • Aquarium CO2-Flasche Druckminderer optimal mit Nadelventil
  • Nadelventil, falls nicht schon am Druckminderer vorhanden
  • CO2 Druckluftschlauch Ø 4/6 mm
  • CO2-Diffusor aus Edelstahl (empfehlenswert) oder Glas
  • Magnetventil für Nachtabschaltung

Bei Bio CO2-Anlagen ist alles etwas einfacher gehalten. Hier werden im Normalfall ausschließlich Komplett-Sets angeboten. Diese beinhalten einen Behälter als Reaktor, einen Druckluftschlauch und einen CO2-Diffusor. Meist ist ein vorgefertigtes Gemisch aus Hefe und Zucker ebenfalls dabei und muss nur noch mit Wasser aufgefüllt werden.

Auch bei einer Bio CO2-Anlage können wir dir zwei Bio CO2-Anlagen empfehlen: Das JBL ProFlora Bio80 eco ist ein günstiger Einstieg in die Welt der CO2-Düngung für gerade einmal rund 10€. Für eine schickere und hochwertigere Optik können wir dir das JBL ProFlora Bio160 empfehlen. Durch einen durchsichtigen Reaktor kannst du dein Gemisch für die Bio CO2-Anlage mithilfe von Tortenguss einfärben und so einen spannenden Look erhalten.


Fazit

Fazit: CO2-Anlagen für prachtvolles Pflanzenwachstum

Eine CO2-Anlage für das eigene Aquarium lohnt sich ungemein. Wir selbst haben den Test eine Zeit lang gemacht und ein Aquarium ohne und ein weiteres Aquarium mit einer CO2-Anlage laufen lassen.

In dem Aquarium mit CO2 traten deutlich weniger Algen auf und zeitgleich sind die Pflanzen prachtvoller und schneller gewachsen. Dieser Test wurde noch einmal mit einer Bio CO2-Anlage durchgeführt. Auch hier traten weniger Algen auf, jedoch ist das Pflanzenwachstum nur geringfügig besser geworden.

Wir selbst können nur positive Wirkungen von CO2 auf das Aquarium feststellen. Dabei sind Druckgas CO2-Anlagen auf lange Sicht kosten- und wartungsfreundlicher als eine Bio CO2-Anlage, außer du erstellst dir das Gemisch selbst. Ist dies der Fall, kannst du dein CO2 nicht günstiger als mit einer Bio CO2-Anlage bekommen.

Abschließend möchten wir trotz den hohen Kosten eine Druckgas-CO2-Anlage ans Herz legen. Diese jeder Zeit abrufbare CO2-Quelle mit der extrem guten Regulierbarkeit, möchtest du nach eigener Benutzung nie wieder gegen eine Bio CO2-Anlage eintauschen. Außerdem ist dieses Investment einmalig und du wirst viel Jahre an deiner Druckgas-CO2-Anlage freute haben.

Der Schritt sich eine CO2-Anlage zuzulegen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dabei ist es im Endeffekt dir überlassen, ob du dich für eine Bio CO2-Anlage oder eine Druckgas-CO2-Anlage entscheidest. Denn jedes Aquarium mit CO2 ist besser als ein Aquarium ohne diesen Nährstoff.



Das große FAQ zur CO2-Anlage

Bei der Recherche ergaben sich folgende Fragen:

Eine CO2-Anlage mit oder ohne Nachtabschaltung?

Eine Nachtabschaltung für eine Aquarium CO2-Anlage ist immer sinnvoll. Dadurch wird CO2 nur während der Beleuchtungsdauer hinzugegeben. Durch diese kontrollierte Zugabe gelangt nicht zu viel CO2 ins Aquarium. Dadurch wird CO2 gespart, wodurch die CO2-Anlage länger läuft und deine Tiere nachts nicht gefährdet werden.

Wie wichtig ist eine CO2-Anlage im Aquarium?

Du benötigst nicht zwingend eine CO2-Anlage in deinem Aquarium, jedoch wirkt sich eine CO2-Anlage extrem positiv auf dein Aquarium aus.

Durch eine CO2-Anlage wirst du mit gesunden und schnellen Pflanzenwachstum belohnt. Zudem bietet eine CO2-Anlage viele weitere Vorteile. Beispielsweise lassen sich Pflanzen ab einer Schwierigkeit von Medium oder Advanced nur in einem Aquarium halten, welches zusätzlich mit CO2 gedüngt wird. Du beschränkst dich also sehr in deiner Pflanzenauswahl, wenn du auf eine CO2-Anlage verzichtest.

Wie lange hält eine CO2-Anlage?

Eine Druckgas-CO2-Anlage, die mit einer 2 Kilo Gasflasche ausgerüstet ist und ein 55L Aquarium betreibt, hält in etwa 8 Monate. Je nach Größe deiner CO2-Flasche, Oberflächenbewegung und Beckengröße variiert der Zeitraum. Ein passend ausgewähltes System hält circa ein halbes Jahr.

Bei einer Bio CO2-Anlage sieht dies anders aus. Die Reaktion ist in etwas 2–6 Wochen vorbei und muss erneuert werden. Wie lange die Reaktion anhält, wird von Umwelteinflüssen, Gemisch und Reaktorgröße beeinflusst.

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Sascha & Phil
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