Inline-Diffusor: Das solltest du vor dem Kauf unbedingt wissen!

Es gibt zahlreiche Gründe, sich eine CO2-Anlage zuzulegen. Doch egal wie gut oder wie teuer diese Anlage war, ohne ein passendes Zugabegerät bringt die beste CO2-Anlage nichts. Genau hier kommt der Inline-Diffusor ins Spiel.

Ein Inline-Diffusor ist nämlich (das Wort ist überflüssig, da es ein Füllwort ist) die effizienteste Art CO2 in das Aquarium einzubringen. Zeitgleich ist dieser auch nicht sichtbar, weshalb gerade Aquascaper kaum ihre Hände von ihm lassen können. Ein Inline-Diffusor bietet dabei viele Vorteile und ist nicht nur für Aquascaper eine gute Wahl.

Inline-Diffusor von JBL
Der Inline-Diffusor Pro Flora von JBL ist äußerst beliebt, da dieser einwandfrei funktioniert und gut aussieht. Der Pro Flora Inline-Diffusor war einer der ersten Verfügbaren Inline-Diffusoren überhaupt. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Dadurch das mittlerweile viele Hersteller diese Euphorie um die Inline-Diffusoren mitbekommen haben, gibt es immer eine größere Auswahl auf dem Markt. Welche jedoch der Richtige für dich ist, erfährst du in diesem Kaufratgeber


Was ist ein Inline Diffusor?

Ein Inline-Diffusor ist ein Zugabegerät für CO2 und gibt es mittlerweile in zahlreichen Ausführungen und Varianten. Diese können entweder aus Glas oder Kunststoff bestehen. Je nach verwendetem Material weisen sie andere Vor- und Nachteile auf, die jedoch beim Kauf eine wichtige Rolle spielen kann.



Ein Inline-Diffusor kann ausschließlich in Kombination mit einem Außenfilter betrieben werden, da dieser in den Filterkreislauf integriert wird. Dabei wird der Inline-Diffusor immer so nah wie möglich am Filterauslauf, der sich am Filterkopf des Außenfilters befindet, installiert. Dadurch müssen die CO2-Bläschen zuerst einen langen Weg im Wasser zurücklegen, bis diese ins Becken gelangen und haben dadurch genügend Zeit, sich aufzulösen.

Dieser Vorgang macht einen Inline-Diffusor auch so effizient im Vergleich zu dem klassischen internen Diffusor. Für flache Aquarien ist ein Innen-Diffusor eine sehr ineffiziente Variante CO2 dem Becken zuzuführen.

💡 Hinweis: Ein Inline-Diffusor verringert den Durchfluss eines Außenfilters minimal. Doch das ist in der Praxis nicht ausschlaggebend und kann ignoriert werden.
Vorteile im Überblick

Alle Vor- Nachteile eines Inline-Diffusors auf einem Blick

Vorteile:

    • hohe Effizienz
    • Technik außerhalb des Aquariums
    • nahezu geräuschlos
    • großzügige Reinigungsintervalle

Nachteile:

    • nur in Kombination mit einem Außenfilter nutzbar
    • zusätzliche Trennstelle im Schlauch
    • schlecht und aufwendig zu reinigen

Funktionsweise

Ein Inline-Diffusor funktioniert prinzipiell genauso wie ein klassischer CO2-Diffusor.

Das CO2, was von einer Druckgas-CO2-Anlage kommt, wird durch eine Keramikmembran gedrückt und dadurch zerstäubt. Diese Membran ist bei Inline-Diffusoren oftmals feiner als bei anderen Varianten. Dabei wird ein Arbeitsdruck von mindestens 1,8 Bar benötigt. Dadurch entstehen viele Mikrobläschen, die durch ihre große Fläche sich schnell im Wasser lösen können.

Der Vorteil eines Inline-Diffusors ist, dass diese direkt hinter dem Filterauslauf angebracht wird. Dadurch müssen die Bläschen einen weiteren Weg zurücklegen, bis sie in das eigentliche Aquarium kommen.

Im Aquarium werden diese durch die Strömung weiter im Becken gehalten, wodurch die Bläschen genug Zeit bekommen, um sich komplett im Wasser zu lösen. Dies macht ein Inline-Diffusor um ein Vielfaches effizienter im Vergleich zu einem klassischen CO2-Diffusor.


Inline-Diffusor kaufen: Darauf gilt es zu achten

In diesem Kaufratgeber haben wir dir zahlreiche Tipps und Aspekte aufgezählt, die dir dabei helfen sollen, den optimalen Inline-Diffusor für dein Aquarium zu finden.

Material

Ein Inline-Diffusor gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen. Dabei kann man zwischen Kunststoff in Kombination mit Plexiglas und Glas wählen.

Kunststoff: Dieser bietet den Vorteil, dass dieser höher belastbar ist. Das ist im Umgang bei der Reibung eines Diffusors wichtig.

Glas: Das Aufstecken des CO2-Schlauches kann bei zu großer Kraftaufwendung zu einer Beschädigung der Glas-Variante führen. Für all diejenigen, die bereits Erfahrung mit Glasware haben, ist ein Inline-Diffusor natürlich schick anzusehen und wissen, wie vorsichtig man mit dieser Variante umzugehen hat.


Wer jedoch gerade sein erstes Aquarium plant, den raten wir von der Glas-Variante ab. Diese Variante wird hauptsächlich genutzt, wenn der Inline-Diffusor sichtbar ist, was jedoch bei einem Außenfilter oftmals nicht der Fall ist.

Reinigung

Die Reinigung eines Inline-Diffusors ist etwas aufwendiger als bei einem klassischen Diffusor. Ein Inline-Diffusor muss aus dem Schlauchweg entfernt werden, weshalb die Reinigung des Filters gleich mit zu erledigen.

Der Inline-Diffusor muss dafür in der Kunststoff-Variante komplett auseinandergebaut werden, da ansonsten Dichtungen beschädigt werden könnten. Danach wird wie bei dem klassischen Diffusor die Keramikmembran in ein Chlorreiniger eingelegt.

Bei der Glas-Variante hingegen kann nichts auseinandergebaut werden, weshalb hier der komplette Diffusor in den Reiniger eingelegt werden muss.

Dadurch ist das Reinigen eines Inline-Glas-Diffusors, um einiges schneller zu erledigen, da hier nicht erst alles auseinandergebaut werden muss. Ein Kunststoff Divisor ist jedoch nicht so anfällig wie die Glas-Variante, deshalb ist hier äußerste Vorsicht geboten.

auseinander gebauter Inline-Diffusor
Um die Reinigung des Inline-Diffusors zu vereinfachen, sollte vor dem Kauf auf eine komplette Demontierbarkeit geachtet werden. | © Sascha & Phil – aquascape-aquaristik.de

Bauchform

Dabei bleibt es einem selbst überlassen, welche Variante man bevorzugt. Ein Inline-Diffusor ist für Aquascaper und all diejenigen äußerst interessant, die sich an der Technik im Aquarium stören. Die Inline-Variante ist um ein Vielfaches effizienter als der klassische Innen-Diffusor.

Bei flachen Aquarien oder hohe Hardscape-Aufbauten, die den Weg zur Wasseroberfläche vom Diffusor verkürzen, senken die Effizienz eines Innen-Diffusors enorm, weshalb man hier bei einem Inline-Diffusor weniger beachten muss. Dadurch wird die Kreativität nicht eingeschränkt und es müssen sich keine weiteren Gedanken dazu gemacht werden.

Ein Innen-Diffusor ist jedoch etwas günstiger und lässt sich auch mit allen Filtertypen verwenden. Diese sind nicht an einem Außenfilter gebunden, weshalb dieser grundsätzlich immer verwendet werden kann.



Schlauchanschluss

CO2-Inline-Diffusoren gibt es mit verschiedenen Schlauchanschlüssen. Achte deshalb vor dem Kauf besonders darauf, dass der Inline-Diffusor auch zu den Anschlüssen des Außenfilters passt.

Dabei unterscheidet man zwischen 12/16, 16/22 und 19/25. Die ersten zwei Größen zählen zum absoluten Standard, weshalb es hier schnell zu einer Verwechslung kommen kann.

Informiere dich vor dem Kauf über den Schlauchdurchmesser, den du später einmal verwenden möchtest.

Arbeitsdruck

Die meisten Inline-Diffusoren arbeiten mit einem Druck von 1,5 bis 2,2 Bar. Aus diesem Grund sind Inline-Diffusoren nicht in Kombination mit einer Bio CO2-Anlage zu empfehlen. Die Bio CO2-Anlage kann solch ein Druck nicht dauerhaft zur Verfügung stellen.

Eine Druckgas-CO2-Anlage hingegen kann bequem auf einen Druck von 2 Bar eingestellt werden, wodurch ein Inline-Diffusor immer optimal arbeitet und das Becken kontinuierlich mit CO2 versorgt.

Sichtbarkeit

Die Sichtbarkeit der Keramikmembran stellt einen wesentlichen Punkt im Kauf eines Inline-CO2-Diffusors dar. Dabei geht es überwiegend um die Reinigung eines Inline-Diffusors.

Eine Keramikmembran, die dauerhaft Licht ausgesetzt wird, wird genauso wie das Aquarium nach und nach veralgen. Wenn die Keramikmembran jedoch komplett verhüllt ist und keinerlei und nur wenig Licht auf die Membran trifft, wird das Algenwachstum stark verlangsamt. Dies verringert die Häufigkeit von notwendigen Reinigungen.


Fazit

Fazit: Für den optimalen CO2-Wert im Aquarium

Inline-Diffusoren sind eine geniale Erfindung, um Technik freie Aquarien zu realisieren. Dabei sind sie nicht nur optisch unauffällig, sondern zeitgleich effizienter. Dadurch kann einiges an Geld gespart werden.

Ein Inline-Diffusor ist, um einiges aufwendiger zu reinigen, und auch die Gefahr einer undichten Stelle nimmt dadurch zu. Leider ist die Inline-Variante auch ausschließlich für Außenfilter geeignet, weshalb man hier leider stark bei der Filterauswahl eingeschränkt wird.

Nichtsdestotrotz ist ein Inline-Diffusor für alle Leute mit einem Außenfilter die richtige Wahl. Wer ein Inline-Diffusor benutzt, wird schnell bemerken, dass dieser sehr effizient und nahezu geräuschlos arbeitet.

Wir besitzen zum einen den klassischen Diffusor und zum anderen ein Inline-Diffusor. Wir sind uns dabei einig, dass wenn möglich, immer ein Inline-Diffusor gegenüber einem klassischen Diffusor vorgezogen wird.



Das Inline-Diffusor FAQ

Innerhalb der Recherche konnten wir folgende Fragen beantworten:

Wie häufig Inline-Diffusor reinigen?

Ein Inline-Diffusor veralgt um einiges langsamer als der klassische Innen-Diffusor. Es reicht aus, diesen einmal ungefähr halbjährlich bis jährlich zu reinigen.

Falls die Effizienz sichtbar verschwindet (CO2 Dauertest), sollte dieser außerhalb seines Reinigungsintervalls gereinigt werden.

Inline-Diffusor zischt, was tun?

Falls der Inline-Diffusor zischt oder pfeifende Geräusche von sich gibt, kann es sein, dass viele Poren des Diffusors veralgt sind oder der Druck zu hoch eingestellt wurde.

Prüfe deshalb den Druck und schaue dir die Keramikmembran genau an. Gegebenenfalls reinige die Keramikmembran und prüfe, ob das Geräusch leiser geworden oder ganz verschwunden ist.

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Sascha & Phil
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