Kaltwasseraquarium: Mit diesem Aquarium sparst Du jede Menge Geld!

Die Aquaristik besitzt zahlreiche Gesichter. Ein Kaltwasseraquarium, ein Schwarzwasser Aquarium, Aquascapes, Naturaquarien und noch so vieles mehr, bietet dir dieses wundervolle Hobby. Unter all diesen verschiedenen Facetten findet man das Kaltwasseraquarium wieder, welches zugleich auch die älteste Form der Aquaristik darstellt.

Wie der Name Kaltwasseraquarium bereits vermuten lässt, findest du hier vorwiegend Pflanzen und Tiere wieder, die auch mit einer kühleren Wassertemperatur gut klarkommen.

Goldfisch in einem Kaltwasseraquarium
Ein Goldfisch ist eine typische Fischart, die gerne bei einem Kaltwasseraquarium eingesetzt wird. Streng genommen ist ein Goldfisch eher ein Warmwasserfisch, jedoch besitzt er eine sehr hohe Temperaturtoleranz, solange er sich langsam an die Temperatur gewöhnen kann. | © Choknadii – Designed by Freepik

Der Vorteil, den dir ein Kaltwasseraquarium bietet, liegt dabei klar auf der Hand, denn es wird kein Aquarium Heizstab für diese Form der Aquaristik benötigt. Doch auch wenn diese Form kein Heizstab benötigt, so gibt es dennoch einiges zu beachten, wenn du dir dein eigenes Kaltwasseraquarium aufbauen möchtest.

Worauf du bei der Planung sowie Umsetzung achten musst, zeigen wir dir in dem heutigen Beitrag. Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Planung und natürlich auch bei der Umsetzung deines Kaltwasseraquariums.

Was ist ein Kaltwasseraquarium?

Bevor wir dazu kommen, worauf du bei der Planung achten musst und wie du dich in den verschiedenen Jahreszeiten verhalten solltest, möchten wir erst einmal den Begriff Kaltwasseraquarium aufdröseln. Ein Kaltwasseraquarium ist eine Form der Aquaristik, in der die Wassertemperatur dauerhaft unter 20 °C liegt. Dies ist bereits der größte Unterschied zu den anderen Formen der Aquaristik, da hier häufig Temperaturen über 22 °C benötigt werden.

In einem Kaltwasseraquarium dürfen deshalb auch nur dementsprechende Tiere sowie Pflanzen eingesetzt werden. Ebendarum findest du in Kaltwasseraquarien vorwiegend Süßwasserfische, die in Bächen, Flüssen sowie Seen zu Hause sind, welche sich in etwa auf unseren Breitengraden befinden.

💡 Anmerkung: Ein klassischer Kaltwasserfisch, den jeder kennt, ist der Goldfisch. Dieser sollte jedoch auf gar keinen Fall, wie in Filmen und Serien häufig vermittelt, in einem Goldfischglas gehalten werden, sondern in einem großen und geräumigen Kaltwasseraquarium.

Vor- und Nachteile eines Kaltwasseraquariums

Vorteile:

  • geringe Betriebskosten
  • Algenplage unwahrscheinlicher
  • Pflegeleicht
  • Hoher Sauerstoffgehalt im Wasser

Nachteile:

  • Aquarium Kühler im Sommer notwendig
  • Besonders farbenfrohe Fischarten sind häufig nicht einsetzbar

Voraussetzungen für ein Kaltwasseraquarium

Die Voraussetzungen für ein Kaltwasseraquarium sind sehr gering. Das Aquarium sollte sich an einem schattigen Standort befinden. Direkte Sonneneinstrahlung gilt es zu vermeiden, da die zusätzliche Energie das Algenwachstum angeregt und die Temperatur ansteigen lässt.

Außerdem sollte das Aquarium nicht neben einem Kamin positioniert werden, da dieser gerade im Winter von vielen Leute gerne einmal befeuert wird. Dies würde jedoch die Temperatur ebenfalls in deinem Becken hochtreiben und deine Tiere stark belasten.

Zusammengefasst ist also ein kühler und schattiger Standort optimal für ein Kaltwasseraquarium. Doch auch in einer Dachgeschosswohnung kann ein Kaltwasseraquarium betrieben werden. Hierbei solltest du jedoch bedenken, dass du gerade im Sommer dein Aquarium mithilfe eines Aquarium Kühlers auf eine geeignete Temperatur bringen musst.

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Dies lässt die Unterhaltskosten eines Kaltwasseraquariums wieder ansteigen, weshalb es eine Überlegung wert ist, vielleicht doch ein tropisches Aquarium mit einer höheren Wassertemperatur zu betreiben.
Planung eines Kaltwasseraquariums

Bei der Planung und Umsetzung eines Kaltwasseraquariums gibt es, einiges zu beachten. Deshalb wollen wir die Planung in 4 Schritte unterteilen.

Zuerst einmal fangen wir mit den Tieren an, welche du halten möchtest. Danach geht es an die Bepflanzung und den Bodengrund. Zu guter Letzt kommen wir zu der benötigten Technik. Diesen Aufbau haben wir ganz bewusst so gewählt, da du dich dadurch am wenigsten einschränkst.

💡 Anmerkung: Die benötigte Technik hängt immer von dem Besatz deines Beckens, dem Bodengrund sowie deiner Bepflanzung ab. Wählst du die Technik vor allem anderen aus, so musst du dich zwingend an deine zuvor getroffene Auswahl orientieren. Dies verbaut dir viele Möglichkeiten, was wiederum deinen Frust steigert.

Schritt 1: Der Besatz

Wenn du mit dem Gedanken spielst, dir ein Kaltwasseraquarium einzurichten, dann musst du zunächst einmal die Frage klären, ob und wie viele Tiere du dir holen möchtest. Zur Auswahl stehen dir verschiedene Fischarten, Garnelen, Schnecken aber auch Krebse, die allesamt für ein Kaltwasseraquarium geeignet sind.

Neben den Tierarten musst du dir natürlich auch Gedanken über die Anzahl der Tiere machen. Dabei gilt es immer auf die Haltebedingung zu achten. Einige Fische sind unter anderem Schwarmfische, andere Arten hingegen dürfen nur allein und nicht in einem Gesellschaftsbecken gehalten werden. Möchtest du Garnelen sowie Fische einsetzen, so musst du erst einmal darauf achten, ob du diese auch zusammen halten kannst.

Gerade größere Fischarten sehen die Garnelen eher als Snack und nicht wie einen Mitbewohner an. Außerdem steigt mit einer höheren Besatzdichte auch die Anforderung an deine Technik an. Aus diesem Grund musst du dich über die Anzahl sowie die verschiedenen Tierarten informieren.

💡 Anmerkung: Über die vielen Jahre hinweg, hat sich die Faustformeln, pro 1 cm Fischlänge, 1 Liter Aquariumwasser etabliert. Dabei solltest du jedoch beachtet, dass diese Formel nur ein ganz grober Richtwert ist. Ein Fisch benötigt neben dem Volumen auch eine gewisse Kantenlänge. Diese ist unter den Haltebedingungen der Fische zusätzlich aufgeführt und sollte zwingend beachtet werden.

Schritt 2: Die Bepflanzung

Die Bepflanzung ist der zweite Schritt bei der Planung eines Kaltwasseraquariums. Bei diesem Schritt kommt es auf den Besatz deines Beckens an. Hast du ein Gesellschaftsbecken geplant, in dem du Garnelen sowie Fische hältst, ist es wichtig dein Becken dicht zu bepflanzen.

Die Garnelen benötigen einen Rückzugsort und genügend Versteckmöglichkeiten, um nicht bei der Häutung gestört zu werden. Außerdem sorgen Aquarienpflanzen für genügend Sauerstoff in deinem Becken, welchen du ansonsten nur durch eine starke Strömung oder mithilfe einer Membranpumpe erreichen würdest. Dies würde jedoch auf lange Sicht, die Betriebskosten in die Höhe schnellen lassen, wodurch einer der Vorteile zunichtegemacht wird.

Aquarienpflanzen besitzen obendrein den großen Vorteil, dass diese überschüssige Nährstoffe verbrauchen und dadurch das Algenwachstum zusätzlich reduzieren. Das bedeutet, du hast einen kaum spürbaren Mehraufwand in der Pflege, jedoch bieten sie dir und deinen Aquarienbewohnern einen großen Mehrwert.

Schritt 3: Der Bodengrund

Den Aquarium Bodengrund auszuwählen, ist gar nicht mal so einfach. Zur Auswahl stehen dir Aquarium Soil, Aquariumsand und Aquarium Kies. All diese Bodengrundarten besitzen verschiedene Vor- und Nachteile. Um dir die Auswahl etwas zu vereinfachen, haben wir dich bewusst, erst im Schritt 3 den Bodengrund aussuchen lassen.

Einige Fischarten besitzen Vorlieben, wie das Graben und Grundeln im Bodengrund. Sollten auch deine ausgewählten Aquarienbewohner solch eine Vorliebe besitzen, so kannst du keinen scharfkantigen Kies einsetzen. Hier ist Aquariumsand die richtige Wahl. Besitzen deine Tiere solch eine Vorliebe nicht, aber du hast dir bereits eine üppige Bepflanzung ausgesucht, dann ist Aquarium Soil die richtige Wahl.

💡 Anmerkung: Bevor du dich für einen Bodengrund entscheidest, musst du dich intensiv mit den Tieren und Pflanzen beschäftigen. Außerdem ist es sinnvoll, wenn du dich mit den 3 Bodengrund Arten näher auseinandersetzt, um all ihre Vor- und Nachteile abwägen zu können.
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Schritt 4: Die Technik

Bei der Technik eines Aquariums scheiden sich die Geister. Der eine hält sein Becken so gut wie Technik frei, wohingegen eine andere Person am liebsten alles automatisieren würde. Grundsätzlich benötigst du für den Start jedoch nur eine Aquarium Beleuchtung, einen Aquarium Filter, einen Aquarium Kühler sowie ein Thermometer.

Bei der Aquarium Beleuchtung kommt es primär auf deine Pflanzenauswahl an. Die Pflanzen in der Aquaristik werden in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt. Zur Auswahl stehen dir die besonders pflegeleichten easy Pflanzen, die durchschnittlichen normal Pflanzen und zu guter Letzt die anspruchsvollen advanced Pflanzen.

💡 Anmerkung: Die Schwierigkeit einer Pflanze gibt wiederum an, wie hoch die Lumen pro Liter sein müssen, um ihr Wachstum nicht zu beschränken. Dafür haben wir bereits einen Blogbeitrag veröffentlicht, der Aquarium Beleuchtung berechnen heißt.

Neben der Beleuchtung ist auch ein Filter für den Start notwendig. Zur Auswahl stehen dir hier, Rucksackfilter, Innenfilter sowie Außenfilter. Für kleinere Aquarien bis 50 Liter, mit einem schwachen Besatz kannst du mit ruhigen Gewissen, zu einem Rucksackfilter oder einen Innenfilter greifen.

Ab 50 Liter sind die Filter leider in den meisten Fällen zu schwach, weshalb du hier dringend zu einem Außenfilter greifen solltest. Ein Außenfilter besitzt ein hohes Volumen, in dem eine große Menge an Filtermaterial seinen Platz findet. Dennoch solltest du deinen Aquarium Filter richtigen bestücken, um das volle Potenzial zu entfalten.

Ist erst einmal die Filtertechnik sowie die Beleuchtung ausgesucht, so gehört zu jedem Kaltwasseraquarium auch ein Aquarium Thermometer zu der essenziellen Technik deines Beckens.

Gerade in der Kaltwasser Aquaristik, sollte die Wassertemperatur niemals über 20 °C ansteigen. Um eine zu hohe Temperatur zu verhindern, kannst du mithilfe eines Aquarium Kühlers, dein Becken immer schon kühl halten.

💡 Anmerkung: Ein Aquarium Kühler ist selbst für ein Kaltwasseraquarium häufig erst in heißen Sommermonaten ein wirklich notwendiges Gadget. Im Frühjahr, Herbst sowie Winter, wirst du wahrscheinlich keinen Aquarium Kühler benötigen.
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Fazit zum Kaltwasseraquarium

Fazit zu einem Kaltwasseraquarium

Ein Kaltwasseraquarium ist mit Abstand die günstigste Gestaltungsform in der Aquaristik. Durch das Sparen eines Heizstabes kannst du, gerade auf viele Jahre hochgerechnet, eine große Menge an Geld sparen. Dennoch musst du auch auf einige Vorzüge verzichten.

So sind besonders farbenfrohe Fischarten, häufig Tropenfische, die nur mit einer höheren Wassertemperatur klarkommen. Doch auch nicht alle Garnelen und Krebse kommen mit einer so niedrigen Wassertemperatur zu Recht. Erkundige dich deshalb ausführlich über den möglichen Besatz und plane dein Kaltwasseraquarium gut durch.

Hast du dir einen Plan über die Besatzung, die Pflanzen, einen Bodengrundaufbau sowie die Technik gemacht, so wirst du viele Jahre Freude an deinem Kaltwasseraquarium haben.

Dennoch gilt auch in der Aquaristik, Wissen ist Macht und nur wer auch wirklich dran bleibt und sich immer wieder neues Wissen aneignet, wird auf lange Sicht glücklich mit seinem Aquarium sein.

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